tan hätte. Das Gericht werde somit zu der Annahme geführt, daß die Aussagen der Zeugen, auch wenn sie weder mit dem Wortlaut noch dem Sinn meiner Worte übereinstimmten, doch auf eine ,, gehässige Gesinnung gegen führende Persönlichkeiten" schließen ließen. Unter diesem Stich­wort rechnete man mir die verbüßten mehr als 12 Monate Schutzhaft an und gab mich nunmehr frei. Die Gestapo aber nahm mich nach der Verhandlung sofort wieder in Haft und brachte mich am 6. 8. 1943 ins Konzentrationslager Ravensbrück .

Was die Verurteilung durch das Sondergericht betrifft, so läßt sich formalrechtlich gewiß nichts dagegen einwenden. Ja, vom persönlichen Standpunkt aus gesehen, kann ich von Glück sagen, daß über die von mir planmäßig betriebene Aufklärungsarbeit nichts gesagt wurde, sondern ich geradezu gezwungen war, mich auf eine Stellungnahme zu den lächer­lich dummen und verleumderischen Zeugenaussagen der Stenotypistin­nen zu beschränken. Bedenkt man aber, daß schon durch das 42 Seiten lange Protokoll der Gestapo vom Juni 1942 das Gericht stichhaltige Be­weise für die seitens der RFF. an mir begangenen Betrügereien in der Hand hatte, da Kriminalrat Sander die einschlägigen Dokumente aus der von mir zusammengestellten Akte abgeschrieben und eingereicht hatte, daß ich in kristallklarer soziologischer Beweisführung die auf der Massen­psychologie aufgebaute( Goebbels'sche) Propaganda als Demagogie, als skrupelloses Vabanquespiel mit der Glaubensmacht und der Liebeskraft des Volkes brandmarkte, so wird ersichtlich, daß der Mangel an Zi­ vil courage , den schon Bismarck am deutschen Volke beklagte, auch hier eine Chance ungenutzt vorübergehen ließ.

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Es wäre meines Erachtens dem Gericht ein Leichtes gewesen, das Will­kürregiment der ausgearteten Führerpersönlichkeiten, über das jeder weiß täglich millionenfach im Geheimen geklagt, geschimpft, gewitzelt wurde, anzuprangern und den gesamten Kurs zu ändern. Voraussetzung dafür wäre allerdings gewesen, daß der Jurist Emge in seiner Eigenschaft als Vizepräsident der Akademie Deutsches Recht den Mut zur Wahrheit aufgebracht und sich beim Kommissar Klude, der die in der RFF. gegen mich gesponnenen Intrigen durchschaute, genaue In­formationen geholt hätte. Aber Emge trat gerade zu jener Zeit( wie ich aus der Zeitung ersah) von seinem Amt zurück, er saß selber auf einem Pulverfaß. Wer immer sich für jemanden, der ,, oben" schlecht angeschrie­ben war, einsetzte oder auch nur als Referenz benannt wurde, flog auf.

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