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Henker und Heilige : eine Erzählung aus unseren Tagen / Paul Kowollik
Entstehung
Seite
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Diese Teutonen versammelten sich nun heute abend recht voll­zählig und standen, Zigaretten rauchend, in kleinen Gruppen umher. Auf weißgedeckten Tischen standen Blumenvasen, in denen Rosen ihren schweren Duft verströmten. Ein an den Kasinosaal angrenzender kleiner Saal war als Bar eingerichtet, und hinter dem Bartisch stand im schnee­weißen Leinenanzug der Mixer. Edi, der zu den Häftlingen des Lagers gehörte und vor seiner Einlieferung in KA- EL- BU Barmixer auf einem Dampfer der Hapag war, hatte ein fleischiges, feistes Gesicht und einen Stiernacken. Auf dem geschorenen Schädel trug er nun eine saubere Mütze, und Nichteingeweihte hätten nie vermutet, daß dieser Mixer ein Häftling war. Der Kommandant brauchte solche Menschen, und diese griffen gerne nach dem rettenden Balken, um wenigstens dem Tode des Verhungerns auszuweichen. Ähnlich verhielt es sich mit den Dienern, die im Speiseraum die Speisen auftrugen. In ihrem Zivil­beruf waren es meist Oberkellner, die nun statt friedlichen Gästen ihren Henkern und Peinigern das Essen zu servieren hatten. Sie hatten im Lager größere Bewegungsfreiheit, trugen bessere Kleidung als ihre Mit­gefangenen, aẞen gut, rauchten gute Zigaretten und sahen mit Ver­achtung auf die herab, denen es nicht so gut ging. Erst, wenn sie aus ihren Stellungen herausgeflogen und der Hunger ihren Fettbauch wieder schnell zum Verschwinden brachte, erinnerten sie sich, daß sie in KA- EL- BU und nicht an der Riviera waren. Dann versuchten sie, und dies meist mit Erfolg, sich einen Posten in der Häftlingsküche an­zueignen, und fraßen dort das wenige ihren hungernden Brüdern weg. Bei dieser Küche schlichen oft abgemagerte Skelettgestalten herum, die die Abfallbottiche nach Eßbarem durchwühlten. Diese Unglücklichen wurden dann von den vollgefressenen Lagerhyänen mit heißem Wasser begossen oder verprügelt. Diese Knechte unterschieden sich in nichts von der SS, und die Hölle freut sich jetzt schon auf diese fetten Brocken. Aus solchen Kreaturen bestand wohl die Mehrzahl der Diener, die an diesem Abend in der Kommandantenvilla Speisen und Getränke auftrugen.

Nach dem Essen gab es schwere Südweine, denen Kommandant Katt aber keine Beachtung schenkte. Er hatte eine Flasche Gin vor sich

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