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Mützen ab ... : eine Reportage aus der Strafkompanie des KZ. Auschwitz / Zenon Rozanski
Entstehung
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Das war der Anfang der später berühmt gewordenen ,, Entvölke­rungsaktion" im Krankenbau und der Beseitigung von Typhus­epidemien.

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Der Erfolg der Besichtigung sämtlicher Krankenbaublocks drückte sich in folgenden Zahlen aus: Etwa fünfundzwanzig Häft­linge wurden verspritzt", nach Birkenau hatte man tausend Häft­linge geschickt, von denen nach drei Wochen ungefähr achtzig Per­sonen noch am Leben waren.

Von diesem Tage an fanden im Krankenbau in regelmäßigen wöchentlichen Abständen ähnliche Besichtigungen statt. Es kam so weit, daß sich Typhuskranke oder Kranke mit anderen anstecken­den Krankheiten gar nicht zur Krankenbauaufnahme mehr meldeten. Sie ertrugen so lange ihre Krankheit, bis sie entkräftigt zusammen­brachen, um sich nicht mehr zu erheben. Das geschah sowohl wäh­rend der Arbeit als auch auf dem Block.

Die Lage im Krankenbau wurde jetzt so unsicher, daß ich mich trotz meiner Schwäche entschloß, zur SK zurückzukehren.

In der Zwischenzeit wurde jedoch die ganze SK von Auschwitz nach dem einige Kilometer weiter gelegenen Birkenau verlegt.

Einige Tage vor der nächsten Krankendurchsicht" verbrachte ich noch im Genesungssaal, wo ich von Freunden ausgiebig ver­pflegt wurde. Dann zog ich eines Tages meine lange nicht mehr getragene Lagerbekleidung mit dem vorschriftsmäßigen schwarzen Punkt unter der Nummer an und meldete mich in der Lagerschreib­stube. Nach einiger Zeit teilte man mich der, Häftlingsgruppe zu, die sich nach Birkenau begeben sollte, und ich marschierte los.

Das neue Lager sah im Vergleich zum ausgebauten Lager in Auschwitz recht kläglich aus. Eine Anzahl von Baracken, die man flüchtig auf einem morastigen Terrain erbaut hatte, entbehrten der primitivsten Einrichtungen. Es gab keinen Weg, kein Wasser, keine Klosetts, mit einem Wort: es fehlte an allem, was man schon in Auschwitz im Laufe der letzten zwei Jahre auf Kosten des Blutes Tausender von Opfern erbaut hatte. Auf den Blocks gab es keine Fußböden, man versank vielfach bis zu den Knöcheln im weichen Lehmboden.

Außer der SK und den Resten des Krankentransportes befanden sich in Birkenau noch die Überlebenden des großen Transportes rus sischer Kriegsgefangener. Ende September hatte man ihrer 12 000 hergebracht. Im März zählte man im ganzen 450 Personen, die noch am Leben geblieben waren. Die Lagerbehörden hatten wahrschein­lich die Hoffnung auf eine normale ,, Liquidation" dieser Überreste aufgegeben, denn man verlegte sie nach Birkenau, das sich in jener Zeit des traurigen Ruhmes erfreute, sämtliche Insassen zu erledi­gen". Die Lagerbehörden wurden insofern nicht enttäuscht, als sich

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