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Mützen ab ... : eine Reportage aus der Strafkompanie des KZ. Auschwitz / Zenon Rozanski
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die einzige öffentliche Ehrenbezeigung, welche man ermordeten Häftlingen erwies.

Bis zum Gong war es auf allen Stuben feierlich still. Niemand schrie und sogar die Lagergrößen schienen diesen Abend ihré Wich­tigkeit und Schreckhaftigkeit verloren zu haben.

Selbst Komarnicki sagte nur, als der Gong erscholl, anstatt zu schreien, wie er es gewöhnlich tat: ,, Geht ins Bett, es ist schon spät." Das Licht ging aus und fast zugleich zog draußen ein schweres Gewitter herauf.

Hier und dort hörte man das Flüstern der Betenden. Und wieder, vielleicht das erstemal in der Geschichte der SK, wurde niemand für sein Gebet geschlagen.

Aus der Ecke des Saales, welche von den Kapos belegt war, hörte man bald ein Schnarchen. Ich konnte mich des Eindrucks nicht erwehren, daß dies allzu geräuschvoll und künstlich klang...

VII. Kapitel

An einem Septembertage führte man uns, nachdem wir die Ar­beit beendet hatten, nicht auf unseren Block 11 zurück, sondern auf den Boden des noch unausgebauten Blocks 5. Als Grund für die unverständliche Umquartierung gab uns der Blockälteste die Des­infektion des alten Blocks an.

Weil sich der fünfte Block im Bereich des allgemeinen Lagers befand, rief diese, Umquartierung eine allgemeine Freude hervor. Hier waren wir vor ,, Appellauftritten" der Kapos gesichert ,. und außerdem gab das Fehlen der Isolationsmauer unseren Kameraden aus dem allgemeinen Lager die Möglichkeit, uns etwas zum Essen zu reichen. Nach einem ganz ruhigen Appell bildeten zwar die Kapos, Stubenältesten und Vorarbeiter ein Spalier, das unseren Block vom restlichen Lager trennte; trotzdem erhielten viele Ka­meraden ganz anständige ,, Lebensmittelabfälle" Den nächsten Tag kam die Nachricht durch, daß man einen ganzen Transport rus­sischer Kriegsgefangener auf Block 11 getrieben hatte. Dieses Er­eignis wurde verschieden ausgelegt. Einige behaupteten, daß man die Strafkompanie gänzlich auflösen wollte, andere wußten aus ganz ,, sicheren Quellen", daß man die Russen auf unserem Block richten würde, andere wieder machten geheimnisvolle Mienen, die ausdrückten, daß sie viel wüßten, aber nichts sagen könnten. Das eine war jedoch sicher: Auch an diesem Tag würden wir nicht auf die ,, 11" zurückkehren.

Und am Morgen des dritten Tages ließ Wacek, der Stubendienst, mit wichtigtuerischer Miene jene Häftlinge vor dem Abmarsch zur

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