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Mützen ab ... : eine Reportage aus der Strafkompanie des KZ. Auschwitz / Zenon Rozanski
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Die Gruppe der Schlagenden zog sich schnaufend und mit Blut besudelt zurück.

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,, Genug für heute... Blockältester!" Gerlach wandte sich an ,, die Vorarbeiter erhalten heute eine dreifache Brotration als Schwerarbeiterzulage" er lachte über seinen eigenen Witz. ,, Und jetzt vorbereiten zum Appell!"

An diesem Abend trug man siebenunddreißig Tote in den Wasch­raum, die unmenschlich massakriert waren. Diejenigen, welche noch lebten, aber ihrem Zustande nach als arbeitsunfähig erklärt wurden, hatten die Stubendienste und Vorarbeiter niedergemetzelt...

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IV. Kapitel

Eines Tages hielt man uns länger als gewöhnlich zurück. Der Blockälteste Hans erklärte, daß heute ein Befehl des Lagerführers vorgelesen würde. Worauf er sich eigentlich bezog, wußte niemand.

Nachdem wir eine halbe Stunde gewartet hatten, erschien Block­führer Gerlach auf dem Hofe. Er nahm die Meldung ab und stellte sich mitten vor den Wohnblock.

,, Alles mal hethören!... Vom heutigen Tage ab werden für jeden entflohenen Häftling zehn andere Häftlinge hingerichtet. Wenn die Flucht aus dem Lager erfolgt, werden dafür diejenigen Häftlinge zur Verantwortung gezogen, welche mit dem Flüchtigen denselben Block bewohnen. Sollte die Flucht vom Arbeitsplatz erfolgen, wird die­jenige Gruppe hingerichtet, in welcher der Flüchtige gearbeitet hat. Die Auswahl wird der Lagerführer persönlich vornehmen..." Hier machte Gerlach eine kurze Pause, ließ seinen Blick über uns hinschweifen, worauf er fortfuhr: ,, Diese Verordnung betrifft das ge wöhnliche Lager... Was die Strafkompanie anbelangt, hat sie der Lagerführer insofern verschärft, als nicht zehn, sondern zwanzig Häftlinge zum Tode verurteilt werden!" Die letzten Worte wurden mit deutlicher Befriedigung ausgesprochen. Und nun der zweite Teil: Es wird bekanntgegeben, daß die ganze Familie eines entflo­henen Häftlings verhaftet, ins hiesige Lager gebracht und hinge­richtet wird. Jegliches Vermögen wird zugunsten des Deutschen Reiches beschlagnahmt" wieder eine kurze Pause. Diesmal schwieg Gerlach etwas länger. Er rauchte eine Zigarette an, machte einige tiefe Züge und fügte von sich aus hinzu: ,, Ihr wiẞt alle Be scheid, nicht wahr? Für jeden zwanzig Mann... Und weil der Lagerführer der Ansicht ist, daß die Kugeln für den Kampf an der Front nötiger sind und der Galgen zu kostspielig ist, hat er sich entschlossen, die zur Hinrichtung Bestimmten im Hungerbunker ein­

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