fahren haben, mit keinem Häftling mehr sprechen dürfen. Sonst könnte es Ihnen noch blühen, daß Sie hier bleiben müssen." Und zu den andern Häftlingen gewandt, be­fahl sie: ,, Marsch! An die Arbeit."

Gleichzeitig mit mir entlassen wurde an diesem Mor­gen ein zwanzigjähriges, einfaches Mädchen mit leuch­tend roten Haaren, ein liebes schüchternes Ding. Wie sie mir erzählte, hatte sie bereits wegen Umgang mit einem Polen ein Jahr Gefängnis hinter sich und war dann auf ungefähr ein Jahr in das Konzentrationslager gekommen. Auch sie hatte Stockhiebe erhalten, und das Haar war ihr mehrmals geschoren worden. Ihre Kraushaare waren jetzt etwa fünf Centimeter wieder lang. Sie sah aus wie ein Struwwelpeter. Nachher erzählte sie mir auch, daß sie auf dem Lande gearbeitet und sich mit dem dort beschäf­tigt gewesenen Polen gut verstanden habe, daß aber nie­mals etwas zwischen ihnen vorgefallen sei. Armes, ge­prügeltes, geschändetes Menschenkind!

Wir beiden Glücklichen standen nun beieinander vor dem Büro der Oberaufseherin, wie das bei Entlassungen so üblich war, und warteten auf die Aufseherin, die auch bald kam, um uns in die sogenannte ,, Effektenabteilung" zu begleiten, in der wir unsere eigene Kleidung wieder in Empfang nehmen konnten. Als wir über die Lager­straße gingen, war bereits der allmorgendlich nach dem Zählappell stattfindende Arbeitsappell vorüber, und die vielen Kolonnen zogen zu ihrer schweren Arbeit.

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Wenn jemand entlassen wurde, so wußte davon nach fünf Minuten das ganze Lager. Als meine Dirnen uns auf der Lagerstraße begegneten, da gab es trotz allen Verbotes ein Hallo, ein Rufen, Winken und Wünschen, daß die uns begleitende Aufseherin meinte: ,, Die sind ja heute alle verrückt geworden!" Nein, sie waren nicht verrückt geworden, aber sie waren anhänglich, diese ausgestoßenen und bedauernswerten Kinder der mensch­lichen Gesellschaft, denen wohl nie mehr eine Sonne aufging in ihrem Leben. Dieser stumme Abschied von ihnen, zu denen ich kein liebes Wort mehr sprechen

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