Unsere Block- und Stubenältesten waren gut. Beson­ders die Stubenälteste Resi war von einer rührenden Güte und strengen Gerechtigkeit allen gegenüber. Bei ihr gab es kein Parteiwesen, wie sich das wohl im Block I leider bemerkbar machte und worunter manche Häftlinge sehr litten. Das störte auch das tägliche Zusammenleben. Zwar ist es gut zu verstehen, daß Gleiches sich zu Glei­chem fand. Verrat untereinander gab es im Block I nicht, und es hätte dort viel zu verraten gegeben. Manche aus dem Block verstanden meisterhaft, sich Eßwaren zu organisieren, an die wir andern niemals herankamen. Wir wußten davon und hatten doch alle den gleichen Hunger und Appetit auf etwas Besseres, auf belegte Brote usw. Aus der SS - Küche ist für diese Häftlinge viel her­ausgeschafft worden. Aber wir wollen es ihnen nicht an­rechnen, waren sie doch meist viel länger im Konzen­trationslager als wir, die zwei bis drei Jahre dort ver­brachten.

Ich gestehe, daß auch ich infolge vieler schlafloser Nächte und der seelisch entsetzlich aufreibenden Arbeit im Büro der Oberaufseherin mit meinen Nerven oft ganz am Ende war und daß ich trotz allen Zusammenreißens manchmal gereizt und miẞgestimmt war. Zwar machte ich mir dann dieserhalb Vorwürfe, nahm mir ernstlich vor, mich nie mehr gehen zu lassen, aber es ging doch zuweilen daneben. Immer neu flehte ich um Starkmut und Kraft. Ich hatte so viele Sorgen um meine Lieben. Und doch konnte ich sie alle täglich nur immer wieder neu dem Schutze Gottes anempfehlen. Was hatte unser seliger Vater mir doch kurz vor seinem Tode ge­schrieben:

,, Was willst du sorgen?

In Gott geborgen

sei Herz und Sinn...

Aus seinen Händen,

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was sie auch spenden,

nimm, liebe Tochter, alles hin...'

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