Leibeig

Verachtung empfanden ,,, besuchte" die von ihm geleite­ten und seinen Anweisungen völlig unterstellten Konzen­trationslager mit seinem Stabe und Gefolge.

Einige Tage vorher wurde der Besuch im Lager be­kannt gegeben. Dann gab es ein Rennen hin und her, es mußte geputzt werden bis zur Erschlaffung. Alle Ba­racken, die Büros, die Küche, der Arrestbau, sämtliche Betriebe wurden auf den Kopf gestellt als käme ein König. Und es kam doch der Teufel in Person. Wie mich dieser Aufwand mitten in dem furchtbarsten aller Kriege für diesen einen Menschen anekelte, der uns die vom Schöpfer und von der Natur verliehenen Gaben der Men­schenwürde und Freiheit radikal genommen hatte und uns unter das Tier herabwürdigte! Die Mehrzahl der Häftlinge dachte wie ich, jedoch waren einige glück­liche Optimisten unter ihnen, die meinten, Himmler würde sie vielleicht bei seinem Besuche großzügig ent­lassen. Wir hatten im Lager erfahren, daß Himmler in den Jahren vor dem Kriege mehrmals mit großmütiger Geste o Theater!- bei seinen Besuchen einige Häft­linge willkürlich entlassen hatte. Und manche meiner armen Dirnen glaubten, auch ihnen blühe dieses Glück. Sie putzten sich sogar nach ihrer Art heraus, um ,, ihm" zu gefallen.

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Ich erinnere mich noch genau, daß zum ersten Mal während meines Aufenthaltes im Konzentrationslager Himmlers Besuch, der stets mit einer Besichtigung des Lagers verbunden war, für einen Vormittag angesagt war. Es war ein scheußlicher Regentag, wie wir sie oft erlebten, und Riesenpfützen bildeten sich auf der am Tage vorher sorgfältig und mühselig gereinigten Lager­straße. Im strömenden Regen standen wir Häftlinge, durchnäẞt bis auf die Haut, Stunde um Stunde auf der Lagerstraße aufgestellt und warteten auf den Allgewal­tigen. Doch es kam kein Himmler. Wir standen über Mittag weiter, standen wie die Soldaten in Reih' und Glied, ja standen uns buchstäblich die Beine in den Leib. Was interessierte uns überhaupt dieser Mann? Aber dar­auf kam es ja nicht an. Er interessierte sich für uns, seine

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