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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
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rend des Marsches und sagte:Ich werde jetzt ver- suchen zu fliehen. Suchen Sie mich also nicht, wenn ich verschwunden bin, und gehen auch Sie bei der ersten besten Gelegenheit los, ohne auf mich zu war- ten. Wir müssen das einzeln und getrennt versuchen, weil es gemeinsam zu gefährlich ist. Er ging zu seiner Hundertschaft zurück und fand dort bald dar- auf einen ihm bekannten Laien, den um die katho- lische Sache hochverdienten Herrn A. aus Augsburg . Dieser war herzkrank und konnte nicht mehr weiter. P. Provinzial übernahm sein Gepäck und schleppte ihn am Arm weiter. Hier schien sich eine Möglich- keit zu bieten, aus dem Zuge herauszukommen. An günstiger Stelle vor einem Dorf blieb der Kranke am Wegrand sitzen, und sein Begleiter erklärte der fra- genden und drohenden SS, er müsse den völlig zu- sammengebrochenen Mann unbedingt in einem Hause unterbringen. So konnten beide in ein Haus treten und landeten in einem großen Kuhstall. Die Leute waren freundlich und boten kuhwarme Milch an, die beide ahnungslos auch tranken, während einige später hinzugekommene Russen erst Salz hinein- streuten. Beide wollten sich in der Dunkelheit in ein anderes Dorf flüchten, damit die SS ihre Spur ver- liere. Aber ringsum waren alle Brücken gesprengt, und der Kranke konnte nicht mehr weiter. Da die Leute entgegenkommend ein Obdach und dem P. Provinzial als Priester, dem man vertrauen konnte, auch ein Versteck anboten, blieben beide über Nacht. Am folgenden Morgen aber kamen die SS-Streifen, stöberten alle zurückgebliebenen Häftlinge auf und luden sie auf einen Bulldogg. Bei dem Drohen und Toben der SS verloren die braven Quartierleute völlig die Nerven. P. Provinzial wollte sie nicht in Gefahr und Schwierigkeiten bringen, kam darum selbst aus seinem Versteck und ließ sich auf den Bulldogg verfrachten. Der Kranke mußte auch mit, und P. Provinzial half ihm nach besten Kräften wie- der weiter. Bald wurde die Fracht wieder abgeladen.

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