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würden nach Königsdorf in ein ehemaliges HJ-Lager geführt werden. Dort hätten wir wenigstens ein Dach über dem Kopf und dort blieben wir und würden den Amerikanern übergeben. Die Aufregung und Spannung war bei den Leuten inzwischen unerträg- lich groß. Man fragte den Offizier, ob wir von den SS -Leuten oder von- Wehrmachtsoffizieren begleitet würden. Er suchte uns zu beruhigen:„Es seien auch Wehrmachtler dabei.“ Einige von uns schrieen:„Wir gehen nicht mehr mit der SS, wir sind genug belogen und betrogen worden!“ Der Offizier suchte uns dar- zustellen, daß wir nichts zu fürchten hätten, der Be- fehl sei vom Kommandierenden General gegeben worden. Nur noch 16 km, dann wären wir am Ende unserer Leiden. Zurufe aus unserer Schar, ob er uns sein Offiziers-Ehrenwort verpfände. Er prallte sichtlich zurück und beruhigte uns noch einmal mit eindringlichen Worten.
Kurze Zeit später war das Bild schon ein ganz anderes. Bye Dachauer. Lagerführer Ruppert erschien auf der Bildfläche. Wir mußten antreten. Wurden genau wieder durchgezählt, in Hundert- schaften eingeteilt. Die Wachen waren verstärkt worden. Wir sahen nur SS. Wir fühlten uns von dem Offizier direkt belogen und betrogen und ich schimpfte laut:„Das ist also das Ehrenwort eines deutschen Offiziers!“ Es war uns allmählich klar, daß wir liquidiert werden sollten.
Zunächst hofften wir aber noch auf das HJ -Lager bei Königsdorf. Es wurde Abend, es wurde Nacht, es regnete wieder in Strömen, es ging ein unangeneh- mer, kalter Wind, der Regen ging in nassen Schnee über. Wir wurden durch Königsdorf hindurch- getrieben. Kein Lager ist zu sehen. Wir werden weitergetrieben. Das Schneetreiben wird immer stärker. Wir kommen kaum voran, da die Straße mit Militär überfüllt ist. Immer mehr unserer Leute sehe ich am Wegrand sterben.
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