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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
Entstehung
Seite
125
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aber kam er ganz bestürzt, er war für einen Trans­port nach Neuengamme bestimmt. Wiederum mußte ich ihm sein junges Köpfchen zurechtsetzen. Bei ihm gelang es schneller als beim tiefsinnigeren Fedor. Ja, zum Schluß malte er sich sogar aus: ,, Wenn Krieg aus, dann ich nach Stalino, dann ich nehmen Sack auf Schulter" er wollte damit sagen, er würde als Bettler gehen- ,, und dann gehen wo Haus, wo Mutter wohnen, dann ich klopfen und wenn kom­men, dann ich sagen:, Na, Mutter, hast du noch Söhne?' Dann sie erzählen, oh, ich zwei Söhne und Toch­ter, aber weg, ich nicht glauben, daß noch am Leben". Als er soweit gekommen war, sagte ich ihm: Du dummer Iwan, bis dahin hat dich deine Mutter schon längst erkannt." Darauf er: Oh, wie ich weg, ich so klein und jetzt ich groß, Mutter nicht mehr kennen Iwan." Mich ergriff es tief, wie er diesmal von seiner Mutter sprach. Aber sehr häufig habe ich bei Russen eine ganz zarte Liebe und Anhänglichkeit an die Mutter bemerkt. Einer hatte auf seiner Brust ein­tätowiert ein Kreuz, ein Herz von einer Lanze durch­stochen und darum eine Schrift. Als ich ihn fragte, was sie bedeute, sagte er mir: ,, Nicht vergessen, was Mutter sagen."" Das schien mir schön und sinnig. Auch Iwan wurde von mir mit Brot und Zigaretten versorgt. Ich gab ihm noch besonders gute Mahnun­gen, sich nicht verderben zu lassen von Kameraden, er war ja viel leichtsinniger wie Fedor, war bis jetzt noch gut und sauber, aber wie leicht konnte er das Opfer von Verführung werden; und dann war auch er weg, nicht ohne daß er mir zum Abschied noch seine Kette für ein Messer schenkte, als Andenken. Was ist aus ihnen geworden? Leben sie noch, konn­ten sie und die Schwester in die Heimat zurück­kehren?

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