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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
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ends in der kommenden Nacht. Denn es mußten- - beiderseits um nur in etwa zu Luft zu kommen die Fenster offen stehen. Und in Dachau sind die Nächte kalt, auch wenn der Tag warm war. In diesem Zugangsblock lag ich etwa vier Wochen. Diese Zeit galt als Seuchenquarantäne. Sie war für uns eine häßliche Zeit aus vielen Gründen. Einmal die fürchterliche Enge; die Stube durfte tags­über kaum benutzt werden. Wir wurden bei Wind und Wetter auf die enge Blockstraße hinausgetrie­ben, wo sich auf dem schmalen Raum von 7X98 m dann ca. 1500 Personen bewegen mußten. Wir durf­ten keine Hocker mit hinaus nehmen, oder doch nur zu ganz wenigen Zeiten. Wir durften auch nicht auf dem Bordstein sitzen. Des öfteren erlebte ich, wie der SS- Blockführer mit einem dicken Prügel auf Ge­fangene einschlug, die es gewagt hatten, sich vor Müdigkeit auf diesen Bordstein zu setzen. So war man den ganzen Tag gezwungen zu gehen oder zu stehen. Das Essen war sehr mager. Die Stuben­ältesten waren brutal und quälten durch ihr Beneh­men die Gefangenen. Dazu kamen die Stunden lan­ger Appelle, bei denen wir, oft in quälender Hitze, oft bei Wind und Regen, auf einem Fleck stehen mußten. Viele und auch ich waren krank. Gearbeitet wurde nichts. Stille, besinnliche Geistesarbeit für sich selbst konnte man wegen des fürchterlichen Ge­dränges aber auch nicht machen.

Aber es gab auch Schönes. Ich war den 2. Tag auf dem Zugangsblock, da drängt sich des Morgens durch den Trubel eine kleine, un­tersetzte Gestalt durch, ich sehe in ein lachendes Ge­sicht und wäre ihm vor Freude und Jubel fast um den Hals gefallen:

Pater Kentenich steht vor mir! Ich kann garnicht sagen, wie sehr mich dieses Wieder­sehen freute. Das aber muß ich sagen, daß er in

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