anderen Gefangenen zum täglichen Spaziergang hinausgetrieben. Das hatte große Vorteile und bedeutete für einen Gefangenen viel: 1. man war sicher, daß man überhaupt hinauskam; denn die große Schar Gefangener mußten sie jeden Tag hinauslassen bei den Einzelgefangenen drückten sie sich, wo sie konnten. 2. Dauerte der Spaziergang länger, da die Wachtmeister die einfache Arithmetik anwandten: wenn ca. 50 Gefangene eine Viertelstunde draußen sind, braucht 1 Gefangener nur den fünfzigsten Teil davon. 3. Bekam man Gesichter zu sehen, konnte vielleicht sogar ein Wörtchen flüstern in einem unbeobachteten Augenblick. Mit einemmal wurde ich wieder allein in den Hof geführt. Also dachte ich mir gelte ich wieder als Komplize! Dann hörte ich wenige Tage später, wie nachmittags gegen vier Uhr der Polizeimeister durch das Treppenhaus brüllte: ,, Zweiter Stock: Schulte von der Gestapo zurück!"
Ich kam nicht von dem Gedanken los: das ist Pater Provinzial. Aber wie sollte ich das herausbekommen? Ich beauftragte mein Gegenüber, der in den Hof sehen konnte, Einzelgänger zu beobachten, beschrieb ihm genau den Pater Provinzial, doch er konnte mir keine Bestätigung geben.
Dann kam der Freitag: ich sollte die Wäsche bekommen und freute mich auf die Butterbrote. Es wurde 10 und 11 Uhr. Nun muß doch Gustel dagewesen sein, dachte ich immer wieder und stieg auf meinen Turm und schaute zum Fenster hinaus. Mit einemmal sah ich sie. Sie stand ganz betrübt auf der Straße, zeigte mir die wohlbekannte gelbe Tasche und machte mir durch Zeichen verständlich, daß ihr nichts abgenommen worden war. Ich war sehr betrübt. Es war wieder einmal eine Typhusepidemie, wenigstens hegte man den Verdacht- und darum Quarantäne. Fast hätte ich mit Gott gehadert. Warum bekomme ich die paar Butterbrote nicht wo ich doch so hungrig bin. Was sollte das bedeuten? Aber
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