gänzliche Unsicherheit hingegeben. Nun hieß es von neuem sich innerlich fangen und sein Ja zum oftmals gegebenen Opfer sagen. Die Zelle, in die ich hineingeraten bin, ist entsetzlich schmutzig, das Essen noch viel schlechter, als in meinen ersten Hafttagen. Ich, der ich verwöhnt bin durch die Untersuchungshaft, bin wieder in den alten Zwang eingekettet, von morgens 5 Uhr bis abends 7 Uhr untätig auf der Zelle zu sein.
In dieser zweiten Haftzeit bin ich nur noch ganz selten an die frische Luft gekommen. Das Essen war nicht nur schlechter, sondern noch viel weniger geworden. Die alten Wachtmeister, die uns früher Gutes getan, waren nicht mehr da. Es schien mit alldem noch nicht genug.
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Gleich in der ersten Nacht werde ich wieder von Wanzen überfallen. Doch dieses Mal nicht zu Zehnen, sondern buchstäblich zu Hunderten. Ich halte es keine Viertelstunde auf der Pritsche aus. ganze Nacht sitze ich auf meinem Hocker und werde im Sitzen von dem Ungeziefer gepeinigt. Das Weiche der Augen ist mir gänzlich angeschwollen, sodaẞ es aussieht, als sei ich von Bienen gestochen worden. In den wenigen Minuten, in denen bei der Kontrolle das Licht angemacht wird, fange ich aber- und abermals die Peinigenden. Am Morgen habe ich fast ein ganzes Zeitungsblatt voll erlegter Wanzen. Ich bin an diesem Morgen in einer furchtbar deprimierten Stimmung. Zu der seelischen Enttäuschung, zu der miẞlichen Veränderung nun auch noch dieses.
Ich lasse am anderen Morgen den Sanitätshauptwachtmeister rufen und halte ihm einfach wortlos die Zeitung mit der erlegten Wanzenlegion unter die Nase. Er sagt:„ Alle selbst gefangen?" Ich sage: ,, Du lieber Himmel, hätte ich die ganze Nacht durchfangen können, dann sollten Sie erst einmal was sehen". Darauf er: ,, Dann müssen Sie verlegt werden. Die
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