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Gefangener der Gestapo / von Wilhelm Poiess
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malitäten noch abgewickelt haben". Ich mußte zur Aufnahme, ich bekam den Lohn für meine Arbeit ausgezahlt: RM 28. Ich bekam meine sämtlichen Wertgegenstände wieder zurück: Hut und Mantel und anderes. Dann war auch bei mir die Überzeu­gung fertig: du wirst entlassen. Alles verabschiedete sich aufs freudigste von mir. P. Bange läßt mir noch einen Gruß ausrichten. Dr. Sch. freut sich und ist auch wieder etwas bedrückt durch den Abschied und ich bin ganz duselig vor Glück. Auf einmal sagt der Herr an der Aufnahme: ,, Sie werden jetzt durch den Wachtmeister herübergeführt ins Polizeigefängnis". ,, Du lieber Himmel, was soll ich denn da?" Na, Sie werden vielleicht noch eine polizeiliche Belehrung erhalten. Das ist so gebräuchlich".

Mir ist nicht mehr wohl bei der Sache.

Ein Beamter führt mich also in die Klapperfeld­straße. Ich trete ein. Das Gefängnis ist noch schmutziger, noch übelriechender als beim ersten Aufenthalt dort. Seither haben die Russen- und Polen - Transporte und die ständige Überfüllung des Hauses das ohnehin vernachlässigte Gefängnis zu einer wahren Höhle gemacht. Der Geruch des Blaukreuzgases ist geradezu unheimlich stark im Haus, und nun stehe ich wieder in der Annahme. Gott sei Dank ist ein anständigerWachtmeister da. Er nimmt meine Personalien auf und ich sage nun schon in wahrer Angst: ,, Ja, ich bin doch entlassen!" Er zuckt mit der Schulter. ,, Man hat mir doch gesagt, ich bekäme noch eine polizeiliche Belehrung und ich würde entlassen!" ,, Davon wissen wir nichts, geben Sie Ihren Hosenträger her". Und nun wußte ich ganz klar: du wirst nicht entlassen. Wenige Minuten später schlug die Eisentüre wieder hinter mir zu. Ohne weitere Begründung werde ich von der Gestapo festgehalten.

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Der Schlag war zunächst zu heftig: Eben noch der Meinung, ich bin frei und nun wieder in die

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