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beschäftigt war und sich gewisser wirtschaftlicher Vorteile erfreute. Dieses Kayser-Kommando bekam seine Mittags- kost von der Firma geliefert, ohne deswegen das Recht auf die allgemeine Lagerkost zu verlieren. Wer also hier arbeitete, konnte— da er außerdem noch eine dicke Scheibe Brot extra bekam— so leicht nicht verhungern.|
Wiewohl der Andrang zu diesem Kommando groß war, suchte Bil ich noch am gleichen Tag meinen Landsmann auf und lernte I in ihm einen derben, urwüchsigen Bayern kennen, einen il jener abgebrühten Burschen, die mit einer Zähigkeit ohne- A) gleichen jeder nur erdenklichen Anstrengung Trotz bieten können, ohne dabei aus dem inneren und äußeren Gleich- gewicht zu kommen. Ich gefiel ihm glücklicherweise und stieß auf keinerlei Schwierigkeiten, als ich ihn bat, mich in| sein Kommando aufzunehmen. Anstandslos bekam ich meinen|}
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„Zettel“, eine Bescheinigung, die mein Recht auf Arbeit bei 1 diesem Kommando dem„Arbeitsdienst “ gegenüber beglau- I) bigte, und trat schon am folgenden Morgen bei der neuen| Gruppe an. Mein Glück kannte keine Grenzen! Ich wurde IN bewundert und stieg in den Augen meiner Blockgenossen. IN Wer beim Kayser-Kommando arbeitete, wurde nicht mehr als| „Zugang“ angesehen— und das war für mich eine Errun-| genschaft von weittragender Bedeutung. Schon der erste i ı Arbeitstag bei der neuen Firma ließ sich ganz ausgezeichnet II an und bewies mir, daß ich keinen Mißgriff getan hatte. Das aus einer Feldküche verabreichte Mittagessen war um vieles besser als das im Lager, die Arbeit erschien mir im Gegen-| satz zu der im Ziegelwerk kinderleicht und obendrein unter-| haltsam, und als ich am Abend dieses Tages die Mittagskost IN des Lagers nachempfing, war ich zum erstenmal nach langer
Zeit wieder satt und den Umständen entsprechend zufrieden, N Jener Vorarbeiter, mit dem Vornamen Sepp, war zwar in| seiner zivilen Sphäre nicht mehr als ein Zuhälter, aber er j besaß Gemüt und Verständnis für die Sorgen eines Lands-| mannes, so daß ich mich ihm heute noch zu Dank verpflichtet| fühle.| Meine Arbeit bei diesem Kommando bestand im Sortieren von tausenderlei Metallgegenständen, die damals anläßlich


