bleibe, was ich war, und kämpfe für meine Überzeugung, bis ich von Ihren Füßen zertreten werde! Österreich den Österreichern!"
Ich wurde ernstlich verwarnt. Man teilte mir mit, daß man mich in einigen Tagen rufen werde, worauf ich stumm grüßte und den Heimweg antrat. Allerdings, gerechnet hatte ich nicht mehr damit. Fest entschlossen war ich, mein Leben nun erst recht dem Kampf und der geliebten Heimat zu opfern. Mehr denn je! So schwor ich vor meinem Gott!!
Mehr denn je, bei meinem toten Vater!...
Am folgenden Tag, es war der 6. November, als ich bei Großmütterchen im Stübchen saß und im fernen Gewölk mit meinen Blicken irrte, kam die Post. Ein Brief an Großmutter. Abgestempelt in Dachau . Die Schrift verriet Elfchen. Hatte sie denn von meiner Heimkehr schon Kenntnis? Oder? Ich konnte nicht finden, was sie dazu getrieben hatte, auf einmal zu schreiben.
Als ich den Umschlag geöffnet hatte, erschrak ich zu Tode. Verlobungsanzeige!
11
Wir geben bekannt..."
Das verriet Trotz! Aber warum das? Ich konnte es mir denken. Zwischen Elfi und Großmutter mußte sich auch rein Persönliches abgespielt haben. Ich schwieg und fragte nicht. Es lohnte nicht mehr. Ich las, las wieder, noch einmal und immer wieder, bis mir das Bild in Tränen entschwand. Dann griff ich zur Feder und schrieb gleich auf die Rückseite der Verlobungsanzeige:
,, Liebes Elfchen!
Ich danke Dir und Deinen lieben Angehörigen für die nette Verlobungsanzeige. Wenn sie auch für mich ein Dolchstoß mitten durchs Herz ist, wünsch' ich Dir und den Deinen alles Gute, das Leben und Welt Euch bieten können.
Der Herr möge Euch beschirmen und segnen bis zum Ende! Dein Peterle!"
Den Umschlag adressierte ich an Elfis Mutter, die ich nicht kannte. Warum gerade an sie, wußte ich nicht. Vielleicht war es Eingebung, vielleicht verzweifelter Trotz, vielleicht Schmerz.
Als Antwort auf diesen Brief kam ein Telegramm, das die Ankunft Elfis und ihrer Mutter für kommenden Samstag in Aussicht stellte und die Bitte um Besorgung von Zimmern in einem Hotel enthielt...
180
1. Nun stehe ich vor Nichts, gleich wie ich angefangen, Die Welt gab mir das Nichts als Hab zum Pilgern mit. Mein Trost blieb es, und war bis hieher mitgegangen, Das Nichts, dem Nichts in einem Kettenglied.
2. O Welt, du weißt genau, was du mir hast damit gegeben, Ich fluchte nie, mir tatst du damit recht,


