weg ein Stück Brot zu reichen, das ich in seinem Arbeitszimmer schnell verschlingen mußte, während er beim Fenster Posten stand und aufpaẞte. Bei einer Gelegenheit verriet er mir auch den Plan, den er mit dem Reichsführer besprochen hatte, und befahl mir, neue Maler, wenn ich sie irgendwo finden sollte, ihm zu melden, anzulernen und das Kommando zu vergrößern.
Ich wies auf unser unmögliches Atelier hin und erklärte, daß wir durch das Durchfahren von Schubkarren und den Aufenthalt der Blockführer ständig gestört würden, worauf er mir eröffnete, daß wir unser Atelier in einem Vorgebäude des Glashauses 2 einrichten und später in das Gerätehaus verlegen dürften, das sich mitten auf der Plantage befand.
Kaum hatte diese unangenehme Situation sich etwas gebessert, wurde sie von einer zweiten, schrecklicher drohenden abgelöst.
Es vergingen kaum zwei Tage, da wurde ich zur Vernehmung ins Lager befohlen. Ich mußte nicht, wie sonst, vor dem Jour- Haus warten, sondern wurde in die Baracke beordert, in der ich schlief. Dort wartete ich auf den Blockführer, der mich zur Vernehmung abholte. Am Tor stand ein Auto, in dem wir durch den Eingang des Lagers auf die Landstraße und nach Dachau zum Bezirksgericht fuhren. Der Ort lag niedlich und zufrieden an einer Erhöhung und eine alte Kirche überragte den alten, ehrwürdigen Markt. Der Blockführer führte mich in das Vernehmungszimmer zum Richter, einem alten Herrn, vor dem ich mich nicht zu fürchten brauchte. Dagegen war der Blockführer das gefährlichste Moment in dieser unerquicklichen Situation. Der Richter fragte mich nach Butz und nach anderen Kameraden und ich wußte gleich, daß es sich um die Aussage Pauls handelte, der vor seinem gräßlichen Tod zu plaudern begonnen hatte. An vieles wollte ich mich nicht erinnern und alles Tatsächliche stellte ich kurz in Abrede. Warum sollte ich jetzt, nach so langer Zeit, zu sprechen beginnen? Das hatte ich nicht notwendig. Ich schwieg also. Als ich das Protokoll unterschrieben und mit dem Blockführer das Haus verlassen hatte, sagte er mir, daß er wegen meiner Angaben, die seiner Meinung nach nur freche Lügen gewesen seien, beim Lagerführer Meldung erstatten werde. Das bedrückte mich. Ich kannte nur zu genau die Folgen einer solchen Meldung und es blieb mir daher nichts anderes übrig, als alles im Gedächtnis festzuhalten, was ich bei Gericht ausgesagt hatte.
Kaum waren wir im Lager angelangt, stand ich bereits vor dem Lagerführer, der mich wie immer mit den Worten: ,, Siehst du, Vogel, jetzt bist du schon wieder bei mir!", begrüßte. Nach längerem Ausfragen und einigen Faustschlägen, die nicht einmal schmerzhaft ausfielen, entließ er mich. Der Blockführer schikanierte mich, wenn er auf meinem Arbeitsplatz Dienst hatte oder wenn er mich im Lager traf, doch legte sich auch dieser schlimme Zustand nach einigen Wochen. Wohl mußte ich noch öfter zu Vernehmungen ins Bezirks
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