Druckschrift 
Turm A ohne Neuigkeit : Erlebnis und Bekenntnis eines Österreichers : ein Komponist, Maler und Schriftsteller schildert das KZ / Anselm J. Grand
Entstehung
Seite
38
Einzelbild herunterladen

kommando formieren!" hieß. Zu beiden Seiten der Kolonne gingen mit schußfertigen Gewehren SS- Jungen im Alter von etwa sieb­zehn Jahren, die ab und zu mit den Kolben auf die Singenden schlugen. Der eine sang zu laut, der zweite zu leise, der dritte hielt nicht Schritt, der vierte war ihnen unsympathisch, und so hieben sie auf die Halbverhungerten, die zum Teil zusammen­brachen und am Wege liegen blieben. Die letzte Kolonne führte Schubkarren und Werkzeug mit und hatte die Aufgabe, die Zu­sammengebrochenen entweder noch anzuspornen, aufzustehen und mitzumarschieren, oder, wenn es nicht mehr ging, in die Schub­karren zu werfen und mitzuführen. Den Abschluß des Zuges bilde­ten einige HMP- Posten und Blockführer mit Hunden, die sie von Zeit zu Zeit auf die letzten Reihen hetzten.

er imme weiche Loch für nichts! D kommen,

Ich wurde vom Capo der Plantage, einem Nürnberger, einem ganz verrückten Kerl, der schon einige Jahre hinter sich hatte, ehe ich aufgeklärt, daß ich, ins Arbeitskommando käme, mich erst bewähren müsse. Das sagte er mir vor sämtlichen an­marschierenden Arbeitsregimentern! Er ließ sich zwei Kannen Wasser geben und überschüttete damit mich und meine Kamera­den. Unter höllischem Gelächter der Blockführer, die sich uns gegenüber aufgestellt hatten, wurde mir mein Arbeitsplatz, vor­erst das Glashaus, zugewiesen. Die anderen Kameraden, Neu­zugänge, die ihren Beruf als Arzt, Jurist, Architekt, Professor oder wurden unter besonderen Offizier zugegeben hatten, Schikanen zu außergewöhnlichen Arbeiten herangezogen, wobei die SS und der Capo diesen Befehl damit begründeten, daß diese ,, Schweine" in ihrem Leben noch nie gearbeitet hätten und hier erst zur Arbeit erzogen werden müßten. Sie wurden als ,, Arbeitermörder" und ,, Volkstyrannisierer" bezeichnet, für die es besser sei, mit dem Schubkarren zu fahren oder in einem Winkel der Plantage zu verrecken.

Ein furchtbares Hasten ging nun los. Ich hatte die Aufgabe, Pflanzen in den südlichen Teil der Plantage zum Capo zu bringen, was nur im Laufschritt durchgeführt werden durfte. Hinter mir fuhr ein Blockführer mit einem Prügel, der bei der ersten Ermat­tungserscheinung, zu der er mich durch das schnelle Tempo trieb, auf mich einschlug. Der Weg dürfte 2000 bis 3000 Schritte lang gewesen sein, und die Erde war locker von vorhergegangenem Regen. Ich sank bis zu den Knöcheln ein und konnte daher nur schwer laufen, wogegen der Blockführer auf einem mit Brettern ausgelegten Steig fuhr.

Nach einer Stunde brach ich vollkommen erschöpft zusammen. Ich hatte furchtbare Muskelschmerzen, die mich fast wahnsinnig machten; er glaubte aber, daß er mich mit Prügeln doch zwingen könne, wieder aufzustehen und weiterzulaufen. Ich versuchte es, doch nach drei bis vier Schritten sank ich wieder zusammen. Als

38

bestem

gebens

daß ich

zum Glas leitung a

mich hi

Moment sie nur a mich da Gesicht,

Ich stan

um so s Schergen

Es

liegen b geworde in den S

die scho

sang wu

karren a

mußte ü gingen.

und ich

linge un

hinaus Z

steckte

platz in

Der

unter de liegen.

rührung allen Kr ich trotz

halten w

Vie

sie ware

Motto:

in die

Am

Schläge

zur Ver