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erinnern würde und ob die Beamten ein Auge zudrücken würden, war zweifelhaft. Durchlesen konnten sie es allerdings nicht, da die Schrift zu klein und die Quantität zu groß war. Auch mußte ihnen ja das Verständnis fehlen.
Punkt halb zwei Uhr erhielt ich meine abgegebenen Sachen. Nun konnte ich es kaum mehr erwarten, daß das große Tor, das mich von der Freiheit trennte, geöffnet wurde.
Alles ging in Ordnung. Man durchsuchte mich nicht und so behielt ich meine Aufschreibungen. Ich ging durch den Korridor in der festen Überzeugung, daß mir nun nichts mehr geschehen könne und malte mir die Freude des Wiedersehens bei jedem Schritt schöner aus.
Als ich den letzten Stiegengang passierte, sah ich vor dem Ausgang ein Auto. Zwei Gestapobeamte empfingen mich und führten mich zum Wagen, der mich in das Polizeigefangenenhaus Paulustor brachte. Dort wurde ich in die Zelle 8 des zweiten Stockwerkes gesteckt, wo ich das erstemal nach meiner Verhaftung mit denKameraden Noeth, Bobner und Butz zusammentraf. Gaster und Schifko- Letzteren sah ich aus einem Trakt des zweiten Stockes des Landesgerichtes wie ein Tier an seinem Gitterfenster hängen, von wo aus waren bereits nach er sich mit mir durch Zeichen verständigte Dachau abgegangen. Auch Noeth wurde eines Tages von Krasser mit der Motivierung geholt, er sei krank und komme daher in eine andere Zelle. Er wurde aber, wie ich später erfuhr, auf freien Fuß gesetzt. Auch Bobner verschwand eines Morgens.
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So war ich bald wieder allein und untröstlich. Ich nahm meine Papiere, die ich versteckt hatte, und schrieb weiter. Notensatz reihte sich an Notensatz. Ich wollte eine Symphonie fertigbringen und war nun eigentlich besserer Laune. Man hatte mir ja versprochen, mich von da aus zu entlassen, und ich bat meinen Referenten, die Manuskripte mitnehmen zu dürfen, was man mir gnädigst erlaubte. Wie kindlich war meine Freude... Diese hatte aber nicht etwa das Versprechen der Entlassung, sondern die Erlaubnis verursacht, meine kleinen Werkchen mitnehmen zu dürfen. An die Einsamkeit hatte ich mich bereits gewöhnt. Einerseits freute mich die künftige Freiheit, anderseits nahm mir der Staat, in dem ich dann leben mußte, mehr, als er mir geben konnte.
Bald aber legte sich der Sturm, weil ich mich erinnern mußte, daß man mir schon einmal die Entlassung versprochen hatte und daß ich dann schwer enttäuscht worden war.
Ich kam vorerst öfter in die Aufbewahrungskammer für unsere Kleidungsstücke und mußte dort verschiedene Arbeiten verrichten. Man wußte, daß ich keine langen Finger hatte und ließ mich ohne Aufsicht ruhig arbeiten. Ich benützte diese Gelegenheit und legte meine Manuskripte in ein Fach. Ich dachte, wenn ich fortkommen und keine Gelegenheit haben sollte, mit meinen Leuten zusammen
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