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in der Luft. Furchtbar waren die Schmerzen— eine Stunde, die zur Ewigkeit wird. Ich schrie und jammerte, aber je mehr ich mich bewegte, destto unerträglicher wurde der Schmerz. Ich hatte nie gedacht, daß ein Mensch so etwas ertragen könnte. Als ich endlich aus meiner ent- setzlichen Lage befreit wurde, war ich lange Zeit nicht in der Lage, meine Arme zu bewegen. Polen kamen zu uns. Am Morgen standen 2000 auf Jem Appellplatz, es war im Januar 1941. Drei Tage und Nächte standen Männer und Kinder in der Kälte, viele von ihnen nur mit Hemden oder Schlafanzug bekleidet. Nachdem man ihre Namen aufgerufen hatte— was drei Tage beanspruchte— wurden sie in ihren Baracken untergebracht. Wir mußten die auf dem Platz liegenden Toten fortschaffen. Es waren genau— ich weiß es wie heute— 380 Menschen, die erfroren waren. Fünfhun- dert andere hatten Erfrierungen erlitten, sie wurden in einem besonderen Block untergebracht. Furchtbar war das Jammern der hilflosen Opfer, aber kein Arzt kam und half. Ich fand einen Jungen, einen ı6jährigen Polen , der gut deutsch sprach. Er weinte und bat mich, seinen Vater zu holen, der mit ihm ins Lager gekommen sei. Wir: suchten ihn unter den 380 Toten. Dabei wurde ich vom Blockführer überrascht. Furchtbar waren die Schläge, die wir erhielten. Der junge Pole stürzte sich auf die Leiche seines Vaters, schrie und jammerte. Er erhielt solange Prügel, bis er an der Leiche seines Vaters ebenfalls tot zusammenbrach. Dann wurde ich mit Prügeln wie ein. Stück Vieh durch das Lager getrieben. Mein Urteil lautete: h|
. 50 Stockhiebe und Stehzelle.
Und das nur, weil ich einem Sohn den toten Vater ge- zeigt hatte. Wir waren insgesamt zehn Häftlinge, die an diesem Tage bestraft werden sollten. Unter ihnen waren auch vier polnische Offiziere. Als der Lager- kommandant, der bei jedem Strafvollzug zugegen war, einem von ihnen befahl, sich über den Bock zu legen, sagte dieser in deutscher Sprache: Es ist in Polen un- würdig, einen Menschen zu schlagen. Ich führe den Be-
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