zone" von der Außenwelt abgeschlossen. Ich hatte keine Ahnung, was sich dort bisher abgespielt hatte. Plötzlich wurde ich eines Abends zur Vernehmung zum Lagerführer bestellt. Noch wußte ich nicht, warum, aber als ich sein Zimmer betrat, sah ich auf seinem Schreibtisch die halbe Kohlrübe liegen, die mir vor zwei Tagen von meinem Kommandoführer abgenommen worden war. Ich hatte sie auf dem Marsch zur Arbeit gefunden. Nun ahnte ich die Folgen. Der Lagerführer fragte, ob ich die Rübe gestohlen hätte. Ich antwortete wahrheitsgetreu: Ich habe sie gefunden. Wie ein Tiger stürzte er sich auf mich, um mich zu schlagen. Drei Tage später war Strafvollzug.
25 Stockhiebe auf Gesäß und Rücken.
Es war eine furchtbare Strafe für die Rübe. Aber der Hunger war größer als die Angst vor Strafe gewesen, denn wir erhielten morgens ein Viertel Liter Kaffee, bis zum Abend nichts wieder und erst nach Ende der zwölfund auch vierzehnstündigen Arbeitszeit 3/4 Liter dünne Suppe, die kalt war. Bei dieser Kost mußten wir schwer arbeiten, ja, später wurden wir in unterirdischen Stollen für die Rüstung eingespannt. Jede Rübe, jede Kartoffel, die ich organisieren konnte, war ein Stück Gold wert. Ich wußte, wie schwer es bestraft wurde, aber ich hatte Hunger. Und wieder fand ich einige Zeit später einige Kartoffeln, die ich mit ins Lager einschmuggeln wollte. Aber ich hatte Pech, beim Einrücken der Arbeitskommandos wurden wir untersucht, dabei fand man meine sechs Kartoffeln. Ich mußte sie sofort roh essen; Kameraden, die Zwiebeln gefunden hatten, mußten sie ebenfalls roh hinunterschlingen.
Dafür bekam ich eine Stunde Pfahl.
Ich wurde mit den Händen auf dem Rücken mit einem Strick gefesselt, mußte mich auf einen Tisch stellen und wurde an einem Balken der Baracke mit den gefesselten Händen an einem Haken aufgehängt! Dann wurde der Tisch unter meinen Füßen fortgezogen ich hing frei
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