Ich.
ier ir t- je-
ig,
- net ten ben. al. ar, ine
Art umgebracht wurde, denn ich wäre nicht zu retten ge- wesen, wenn die Meldung schon das Lager verlassen hätte, Der Amtsschimmel wieherte eben auch in den KZ. Jetzt hatte ich Angst vor dem Tod, den ich zwei Taga vorher noch herbeigesehnt hatte. Ich kam ins Revier, konnte mich einige Tage erholen und trat dann im Steinbruch zur Arbeit an. Bei bitterer Kälte, ohne Mantel, Pullower oder Handschuhe, mußten wir täglich zwölf Stunden lang Steine tragen, begleitet von Schlägen zur,° während und nach: der Arbeit. Oft fragte ich mich, war- um gerade ich diese Strafe erleiden mußte.
Ich hatte nichts getan, weder gestohlen noch gemordet.
Aber niemand ‚gab mir darauf eine Antwort. Mein ein- ;/ i EN ziger Trost war nur der, daß mit mir noch 6000 Ka- meraden diese Qualen erdulden mußten, und daß eine höhere Gerechtigkeit eines Tages die Stunde der Ver- geltung bringen würde. Der Tod ging bei uns um. Im Mai, also wenige Monate später, wurden nur noch 2100
Häftlinge gezählt. Aber laufend kamen neue'Transporte
an, um die Lücken aufzufüllen. Wir bauten jetzt einen
Kilometer abseits vom Lager hübsche Häuser für die
Bewachungsmannschaften. Dann kamen Spanier ins Lager,
bisher waren es nur Deutsche, Österreicher und Tschechen - gewesen. Blutjunge Menschen, Kinder, die man aus den
Händen ihrer bittenden Mütter gerissen hatte. Stunden-
lang hörten wir die Rufe der Mütter: Gebt mir mein
Kind wieder! Aber mit Peitschenhieben wurden sie ver-
trieben.
das waren die Worte einer jener bedauernswerten Mütter, bevor sie, von der SS niedergeschossen, zu Boden sank. Und immer neue Opfer— Polen und Juden. Ich hörte erst jetzt zum ersten Mal, daß Krieg war. Wir bekamen keine Zeitung, hörten keinen Rundfunk, waren durch einen elektrisch geladenen Zaun und eine weite„Todes-
23


