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Julius Berger und das Dritte Reich / Bruno Marcuse
Entstehung
Seite
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Konkurrenz fordert, und der etwa 3 Millionen Franken be- tragen wird, auf sich nehmen? fragte Berger zurück.

Das nicht, erwiderte der Präsident,ich werde eine zweite Ausschreibung wegen des Tunnels erlassen und dann dem billigsten den Zuschlag in jedem Falle erteilen.

Nach Berlin zurückgekehrt, berief Berger seine führenden Ingenieure zu einer Besprechung:

Die große Preisdifferenz, die zwischen der Kalkulation der Konkurrenz und derjenigen unserer Firma liegt, zeigt mir, daß wir mit unserer Forderung offenbar zu billig waren. Es war ein Glück für uns, daß die Arbeit nicht vergeben wurde. j

Und doch müssen wir alles aufbieten, um uns das Ge- schäft in der zweiten Ausschreibung zu sichern, meinte der Prokurist. Solche gewaltigen technischen Aufgaben müssen die Spezialfirmen der ganzen Welt locken, und wer sie meistert, schafft sich Weltruf.:

Rechnen Sie alles sorgfältig noch einmal durch, ent- schied Berger,nehmen Sie in Aussicht, den Tunnel mit Kunststeinen auszumauern statt mit Granit, entwerfen Sie ferner ein eigenes Kraftwerk mit Antrieb durch Dieselmotoren, denn es wird besser sein, den Strom selbst zu erzeugen, als ihn fertig zu beziehen.

Das Ergebnis der angeordneten. Berechnungen war eine Forderung von 18 Millionen Franken, welche der General- direktion zugestellt wurde. i

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