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Nur mehr Monate bleiben bis zur Entscheidung, und in kur- zem werden es nur mehr Tage sein. Aber gerade die werden die grausamsten sein. Immer habe ich mir gedacht, wie traurig es ist, der letzte Soldat zu sein, den in der letzten Sekunde des Krieges die letzte Kugel ins Herz trifft. Aber einer muß dieser letzte sein. Wenn ich wüßte, daß ich es sein kann, möchte ich auf der Stelle sterben.

Die kurze Zeit, die ich noch am Pankräc bleibe, erlaubt mir nicht mehr, dieser Reportage die Form zu geben, die sie haben sollte. Ich muß mich kürzer fassen. Es wird mehr ein Zeugnis über Menschen als über die ganze Zeit. Das ist, glaube ich, das Wichtigste.

Ich habe diese Gestalten mit dem Ehepaar Jelinek begonnen, mit einfachen Menschen, in denen man unter normalen Ver- hältnissen keine Helden gesehen hätte. Im Moment der Verhaf- tung standen sie nebeneinander mit den Händen über den Köpfen, er blaß, sie mit tuberkulösen Flecken auf den Wangen. Sie hatte etwas erschrockene Augen, als sie sah, wie die Ge- stapo ihre musterhafte Ordnung in fünf Minuten in ein Chaos verwandelte. Dann drehte sie langsam den Kopf zu ihrem Manne und fragte:

Pepa, was wird jetzt geschehen?

Er war immer einsilbig, immer suchte er nach Worten, das Sprechen fiel ihm schwer. Jetzt antwortete er ruhig und mühelos: ä

Wir gehen sterben, Mäna.

Sie schrie nicht auf, sie fuhr nicht einmal zusammen, senkte nur mit einer schönen Bewegung die Hand und reichte sie ihm vor den Mündungen der ständig auf sie gerichteten Pistolen. Damit verdiente sie ihm und sich den ersten Schlag ins Gesicht. Sie wischte sich das Gesicht ab, schaute einiger- maßen erstaunt auf die Eindringlinge und sagte fast komisch:

__ So hübsche Burschen sagte sie und steigerte die Stimme so hübsche Burschen... und... solche Rohlinge.

Sie hatte sie richtig eingeschätzt. Einige Stunden später führte man sie fast bewußtlos aus der Kanzlei desvernehmenden

sie

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