der trau
berin, so
en. Und
sie wird
Leben, Es ne etwas
noch für
Sommer, ergehen.
g sehen.
Viertes Kapitel ,, DER VIERHUNDERTER"
Die Auferstehung eines Toten ist eine einigermaßen sonderbare Angelegenheit. Unaussprechlich sonderbar. Die Welt ist herrlich an einem schönen Tag, wenn du gut ausgeschlafen bist. Aber das ist, wie wenn der Tag schöner wäre und wie wenn du besser ausgeschlafen wärst, als jemals vorher. Du meinst, daß du die Bühne des Lebens gut kennst. Aber das ist, wie wenn der Beleuchter alle Scheinwerfer zusammengefaßt und plötzlich die Szene in voller Beleuchtung vor dich gestellt hätte. Du meinst, daß du gut gesehen hast. Aber das ist, wie wenn du an dein Auge ein Fernrohr gesetzt und es gleichzeitig ans Mikroskop gelegt hättest. Die Auferstehung eines Toten ist eine reine Frühlingsangelegenheit, und sie zeigt dir so wie der Frühling ungeahnte Zauber auch in der bekanntesten Umgebung.
Und das auch dann, wenn du weißt, daß das nur auf eine Weile so ist. Und das auch dann, wenn deine Umgebung so angenehm und schön ist wie eine Pankrácer Zelle.
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Aber eines Tages führen sie dich sogar hinaus in die Welt. Eines Tages rufen sie dich auch ohne Tragbahre zur Vernehmung und obwohl du glaubst, daß es nicht möglich ist, geht es. Der Gang hat ein Geländer, die Stiege hat ein Geländer, du gehst eigentlich eher auf allen vieren als auf zwei Beinen und unten nehmen sich schon die Mithäftlinge deiner an, die dich bis in den Gefangenenwagen begleiten. Dann sitzt du drin, rundherum zehn, zwölf Leute in der dunklen, fahrbaren Zelle, neue Gesichter, sie lächeln dir zu und du lächelst ihnen zu, jemand flüstert dir etwas ins Ohr, und du weißt nicht, wer es ist, du drückst jemand die Hand und weißt nicht, wer es ist, und dann fährt der Wagen mit Schwung in die Einfahrt des Petschek - Palais, die Kameraden stützen dich, ihr tretet in ein geräumiges Lokal mit kahlen Wänden, fünf Bänke hintereinander, auf denen Menschen in Habtachtstellung sitzen, mit den
3 Fučík
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