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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
Entstehung
Seite
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,, Arbeit suche ich. Verstecken will ich mich hier für kurze Zeit. Einen tüchtigen Hunger habe ich. Kennen Sie diese Uniform?"

Wieder einmal zeige ich eine Ecke meiner ,, Gestreiften". ,, Hm, gehen Sie erst mal hinüber in die Scheune. Es braucht Sie nicht jeder zu sehen. Wenn der Chef kommt, schicke ich ihn hin. Sie können dann mit ihm sprechen." ,, Meinen Sie, ich könnte hier arbeiten? Ich verstehe die Viehwirtschaft, habe in Deutschland lange Jahre auf dem Lande gearbeitet."

,, Ich möchte nichts sagen. Die Entscheidung darüber hat mein Schwager. Ich bin nur ein Angestellter hier. Gehen Sie vorerst. Sie sollen dann gleich etwas zu essen be­kommen. Sehen Sie, da kommt der Chef schon. Der Große mit der Dogge ist es."

Ich warte, bis er allein steht und spreche ihn dann an. ,, Ja, junger Mann, ich könnte Sie schon gebrauchen. Allein auf meinem Hof sind 54 Menschen beschäftigt. Jeder hat seine guten und schlechten Seiten. Wer garantiert uns, daß kein Verräter unter ihnen ist? Wir haben oft Besuch von der Gestapo . Gehen Sie erst mal in die Scheune, dort kommt mein Schwager mit einem Krug Bier und Brot. Nachher sprechen wir weiter."

-

Das Scheunentor schiebe ich halb zu und mache mich ans Essen. Die Augen schweifen über die vielen Strohballen. Soviel ist mir klar geworden, bleiben kann ich auch hier nicht. Einen halben Ruhetag möchte ich aber doch ein­schieben. Ich habe nicht nur nichts zu versäumen, son­dern gewinne Zeit dabei. Warum soll ich den Patron erst um Übernachtung fragen und ihn in Gewissenskonflikte bringen? Wer viel fragt, erhält viel Antworten. Soll er am Abend denken, ich sei ohne Abschied weitergezogen. Dort oben in der Ecke stelle ich die Strohballen zu einer Höhle zusammen, drei Ballen als Decke aufgelegt und einen vor das Einstiegloch.

Die Gedanken, noch nicht zu Ende gedacht, sind sie schon in die Tat umgesetzt.

Bequem ist es hier und warm ,, Hallo! He, Fremder!"

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zum Schläfrigwerden.

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Ich muß tatsächlich geschlafen haben. Im geöffneten Scheunentor steht der Patron und ruft. Draußen liegt der Hof im Halbdämmerschein. Soll es wirklich schon

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