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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
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spreche. Genau so ärmlich und abgearbeitet sehen auch seine Leute aus. La bas, un kilometre direction dOrchies la grande maeson. On ai travail pour vous. Patron hollandrai parle allemand. Ete-vous soldat allemand? Deser- teur?No, je ne ce pas soldat, je Prisonier de kon- centration allemand. Je partie.Ah! Tres bien! Der gute Mann springt ins Haus, reicht mir einen Krug Bier und schüttet mir die Hand voll Tabak.

Vous laufen petit rue, a droit direct maeson.

Nun, da hätte ich es ja nicht mehr weit. Vielleicht habe ich dort mehr Glück. Der Magen knurrt jämmerlich. Es wird nun überhaupt Zeit, daß ich meinen inneren und äußeren Menschen auffrische. Die Bartstoppeln kratzen wie ein Reibeisen.

O je! Das ist ein bannig großes Gehöft. Hier soll ich vorsprechen? Eine ganze Weile sitze ich am Feldrain und überlege. Mehrere große Wagen, vollgeladen mit Milchkannen, passieren die Hofeinfahrt.

Mir scheint, es ist kein Bauerngehöft, sondern eine um- fangreiche Meierei, die vor mir liegt. Wenn meine An- nahme zutrifft, hat der Patron bestimmt eine größere Zahl Leute beschäftigt, und ich werde mit meinem Wunsch zu bleiben abrutschen. Irgendwo muß ich aber nun endlich bleiben können. Bin schon weiter nach Osten ab- gekommen, als ich ursprünglich beabsichtigt hatte.

Ach, ich riskiere die Anfrage. Frisch gewagt ist halb ge- wonnen!

Also doch eine Meierei. Links auf dem Hof befindet sich die Laderampe, rechts liegen die Stallungen. Im Hinter- grund ein stattliches Gutshaus. Sicher sind dort auch die Büroräume untergebracht. Ich hoffe, da den Chef zu finden.

Der Chef, nein, der ist nicht im Hause. Er kommt in einer halben Stunde ungefähr vom Felde. Neugierig blickt mich der junge Mann an, dem ich meine Frage stelle.Sind Sie ein Holländer? Kennen Sie meinen Schwager?

So, Sie sind ein Verwandter des Patrons, da könnte ich Ihnen auch meinen Wunsch vortragen. Holländer bin ich nicht. Ich bin, ich habe. Gewaltsam überwinde ich meine Hemmungen.