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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
Entstehung
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mache ich diese Fahrten mit Begeisterung. Jede Tour bringt mich dem Ziel näher, jedes Gespräch mit den Bauern fördert meine Absichten. Längst sind mir die besten Wege bekannt, Kleidung und Proviant angeboten worden.

Warum ich noch nicht fort bin? Die Kumpels, die mit mir gehen wollen, hängen noch an ihren Arbeitsplätzen. Ein Loslösen und Überwechseln war noch nicht möglich. Und doch muß ich mich entschließen, abzurücken. Im La­ger wird eifrig die Frontlage besprochen. Die Engländer und Amerikaner dringen in Frankreich immer weiter vor. Täglich werden neue Truppen gelandet. Auch über unseren neuen Einsatz wird geflüstert. Man spricht von Nordhausen und Holland .

Ganz gleich wohin wir fahren werden. Viele Kameraden denken wie ich, nie wieder eine Waggonfahrt!- Nie wieder den Blutrausch der SS und das Niedermetzeln der Kumpels erleben!

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,, Kreuzberg, heute gehe ich mal mit zum Wasserholen." Prüfend sieht mich Bauleiter Philipps bei seiner Eröff­nung an. Ich kann mir aus seinem plötzlichen Wunsch keinen Vers machen. Will er mich kontrollieren? Will er hören, was die Bauern mit mir sprechen? Traut er mir nicht mehr?

In unserem zweiten Lager sind Kameraden stiften ge­gangen. Bei uns ist eine Verschärfung eingetreten. Wir fahren. Ich bin heute besonders vorsichtig. Kein Spazierengehen auf den Höfen. Kein Gespräch mit den Bauern. Und doch kommt einer zu mir, während Phi­lipps danebensteht.

,, Was ihr arbeiten? Warum verstecken, wenn Flieger kommen?" Die Antwort übernimmt der Bauleiter. ,, Wir bauen Kirchen und wir bauen im Walde, weil die Tommys die Gotteshäuser mit ihren Bomben ver­nichten."

Der Bauer schaut mich an, schaut den SS- Mann an. Be­dächtig nickt er mit dem Kopf und geht. Im Fortgehen trifft Philipps noch ein Blick.- Ein Blick des grenzen­losesten Hasses.

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Zwei Fahrten macht der Bauleiter mit mir, dann kapitu­liert er. Die Wege sind ihm zu weit, die Sonne zu heiß. Im Walde kann er sitzen, die Bäume geben Schatten.

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