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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
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anderen. Ich bin ein Kommunist und muß meine Flucht so vorbereiten, daß ich zum rechten Zeitpunkt in Deutsch­land bin."

Auch einige deutsche Kameraden treten an mich heran. Wir versuchen in Übereinstimmung zu kommen. Festge­legt wird: Werden mehrere kleine Kommandos eingerich­tet, müssen diejenigen, die gemeinsam flüchten wollen, zusammen eine Arbeitsstelle haben.

-

Jeder hat Augen und Ohren offenzuhalten und die Stim­mung der Bevölkerung zu erkunden. Der nächste Tag bringt mehrere Aufregungen. Morgen­appell! Zwei Mann fehlen! Wer?

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Stubenweises Antreten! Durchzählen! Namentlicher Auf­

ruf!

Es sind zwei Ukrainer aus der Waschküche. Wie sind sie weggekommen?

In den ersten Minuten ist dies nicht festzustellen. Der Stacheldraht ist nicht beschädigt, keine Tür ist erbrochen, kein Posten hat es gemerkt. Und doch sind die beiden fort! Wie haben sie das gemacht?

Nach genauer Prüfung stellt man fest, daß auf dem Dach einige Schindeln gelöst sind. Also über den Boden und mit Strick an der Hauswand runter, durch einen Obst­garten und fort.

Glück auf den Weg, Kameraden!

Der Vorarbeiter Pönsgen von der Waschküche zieht ein langes Gesicht. Auf seine Jungens hat er immer geschwo­ren. ,, Da geht keiner", das war sein ständiger Ausspruch. Nun sind zwei von ihnen die Ersten. Eine Suchaktion scheint man als aussichtslos anzusehen. Sie wird bald abgebrochen.

,, Alles antreten!"

Jeder sucht seinen Platz und harrt der Dinge, die da kommen sollen. Lagerführer Braun erscheint selbst und bespricht sich mit den SS- Chargierten. Die Hälfte unse­res Lagers kommt zum Arbeitseinsatz in die Nähe von Ypern . Wer von den Häftlingen wird ausgesucht? Wer von der SS geht mit?

Ich halte an meinem alten Grundsatz fest: ,, Rankommen lassen, nicht vordrängen!"

All die engeren Kameraden bleiben mit mir in Korte­

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