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Die Flucht : als KZ-Flüchtling durch fremdes Land / Willy Kreuzberg
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Seite
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Also Stacheldraht ziehen!

,, Wo ist Kreuzberg?" Laut schallt Paulsens Stimme über den Platz. Drücken kann ich mich nicht, darum Brust raus und hin zu ihm.

,, Ha, Bürschchen; hast wohl gedacht, ich hätte dich ver­gessen? Ich wüßte nichts mehr von deiner Meinung über die SS? Wir werden dir schon noch zeigen, wie man Ge­sindel deiner Art in Erinnerung behält. Jetzt liegen in der Ecke dort erst mal einige Knäuel Stacheldraht. Die werden schön auseinander gemacht, und dann wird die Mauer damit bespannt. Der Stacheldrahtzaun muẞ so aussehen, daß euch von vornherein jeder Fluchtgedanke genommen ist."

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Ich gehe an den angewiesenen Arbeitsplatz. Ein wirres Durcheinander liegt dort. Und genau so wirr sind momentan meine Gedanken. - Für mich gibt es nur eins. Da die Aufmerksamkeit für meine Person nicht nachläßt, muß ich meine Peiniger zufriedenstellen und für kurze Zeit ein pflichteifriger Schutzhäftling sein. Es muß mir gelingen, das Mißtrauen gegen mich einzulullen. Mit gutgespieltem Eifer zerre ich den Draht auseinander. Nach kurzer Zeit haben die ohnedies schon schlechten Handschuhe keine Innenflächen mehr. Wenn die wenigen Kameraden, die mit mir gemeinsam arbeiten, zur Erlan­gung von Tabakware versuchen, mit den Vorübergehen­den Gespräche anzuknüpfen, so streifen meine Augen unauffällig die Gegend ab. Ich rechne mit der Eventuali­tät, immer nur im Lager beschäftigt zu werden. Auch für diesen Fall muß ich Fluchtmöglichkeiten erwägen. Am nächsten Morgen geht das Gerücht um, das Lager würde geteilt. Die eine Hälfte ginge in die Nähe von Ypern . Wenn dieses Gerücht zur Wahrheit wird, habe ich nur aufzupassen, wo meine Peiniger bleiben.

Die Stacheldrahteinfriedung geht ihrer Vollendung ent­gegen. Die Hände tragen unzählige rote Stichpunkte von den Drahtspitzen. Meine russischen Freunde aus der Wä­scherei melden sich wieder mit ihrem Wortführer Fedor. , Willy, wann gehen wir?"

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Wie wollt ihr gehen? Hier aus dem Lager?- Kennt ihr das Land kennt ihr die Leute? Fedor, du bist ein Komsomolz. Wenn du flüchtest, mußt du auch später in der Sowjetunion ankommen. Dasselbe gilt auch für die

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