seiner Information ausfragte, stellte sich heraus, daß Manz in den SS. -Baracken tätig war, woselbst er das Putzen der Zimmer einzelner Scharführer besorgte. Die Bewohner der Stuben waren beim Dienst, während er arbeitete, der Posten, der ihn begleitete, hockte sich vor die Baracke, um seine Pfeife zu rauchen— so wäre stets sein erster Gang an den Radioapparat, um London oder Moskau einzuschalten, ganz leise natürlich nur, und so während der Arbeit auf die Nachrichten zu lauschen.... „Nicht ohne Risiko, dies Geschäft, wie du dir denken kannst, Oberst, aber was tut man nicht gegen die Ver- blödung!“ schloß er mit leichtsinnigem Lachen.
Seine Kenntnis reizte Bert zu einem gleichen Ver- such under bat den Gmundner, ihn einmal mitzunehmen.
.„Natürlich, nur zu gern, für dich ist es doch eine Kleinigkeit, mich dabei zu besuchen!“
Am nächsten Tage schon ging Bert zum Haupttor und gab an, er müsse die Reinigung der SS.-Baracken nach- prüfen, weil einzelne Scharführer damit unzufrieden seien... der Wachhabende ließ den bekannten Ober- capo anstandslos passieren. Von Manz wußte Bert genau, in welcher Baracke er ihn treffen würde... richtig saß auch der Posten lässig unweit des Blockes auf einem Stapel Brennholz, das Gewehr neben sich und studierte seine Zeitung. Bert trat ein und fand Manz beim Aus- kehren eines Zimmers beschäftigt.
„Paß auf“, flüsterte der Österreicher, ‚‚es ist noch etwas zu zeitig! Du hörst ja, der Sender bringt noch Schlagermusik! Eine halbe Stunde werden wir uns noch gedulden müssen... setz’ dich so lange hin!“
Bert sah sich um. An der dürftigen, schmucklosen Wand las er einen gedruckten Spruch der SS. : ‚Unsere Ehre ist Treue‘... o ja, ihr Herren, treu werdet ihr diesem System schon sein, dachte sich Bert dabei, das euch ‚plein-pouvoir‘ über Gut und Leben eurer Mit- menschen gegeben hat, sicherlich solange, als es euch nicht die Klauen beschneidet— im anderen Falle möchte ich euch nicht auf die Probe stellen!‘
Manz verfolgte beim Auskehren seinen Blick und


