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Amokläufer : Roman / A. W. Conrady
Entstehung
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grüßt höflich, zieht den Wagenschlag wieder zu und gibt Gas, um im nächsten Augenblick um die Ecke ver­schwunden zu sein.

Die Gartentür springt auf unter dem Druck von Berts Schulter. Flüchtig überblickt er die feuchten Rosen im Vorgarten da fliegt ihm an der Haustür schon Iřina entgegen mit geöffneten Armen, um ihn mit jubelndem Freimut als erste zu begrüßen.

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Aber sie zuckt förmlich zurück, so sehr sie sich zu beherrschen weiß, als sie ihn erblickt: die furchtbaren Male im Gesicht und die hilflosen Hände bandagiert, die Arme nahezu steif... und in seinen Augen lebt etwas von abgrundtiefem Leid, das sich auch jetzt nicht verdrängen läßt, wo der warme Glanz der Freude sie aufleuchten macht

Doch es gelingt ihr mit aller Gewalt, den Schreck bei­seite zu drängen. Sie stellt sich heiter, indem sie sagt: ,, Ich bin ja so froh, dich wiederzusehen und diesmal nicht in der scheußlichen Bagno- Tracht!" Klug erinnert sie sich, wie zuwider ihm sein lächerliches Aussehen gewesen ist....

So führt sie ihn herein in die braungetäfelte, ge­räumige Diele. Und dort eilt ihm die Schwester ent­gegen, sie, die schon herbstlich Graulockige, die ihn am längsten entbehrt hat und die ihn nur kennt als den festen, aufrechten, blühenden, lebensfrohen Mann--

Aber sie hält an der Schwelle ihres Wohnzimmers inne und faßt den Türpfosten an, unwillkürlich, als wollte sie ihren Augen einen sicheren Halt geben. Denn sie mußte sich ja täuschen... das kann er doch kaum sein, um Himmels willen, dieser Abglanz des Einstigen, diese bleiche, geschundene Karrikatur seiner früheren Erscheinung

Bert sieht es, spürt es, weiß, was sie befremdet, die überaus Gute, Zärtliche, allzeit Besorgte, eine der Frauen, denen es angeborenes Bedürfnis zu sein scheint, andere zu umsorgen. Es schmerzt ihn unendlich, dieses Zeugnis seiner äußeren Verwandlung hinnehmen zu müssen... er versucht ein Lächeln, das sich ein wenig