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freudige Zustimmung der Leute zurück. ,, Alsdann wegtreten zur Arbeit!"
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Schwupp war der Trupp aufgelöst und verteilte sich auf die einzelnen Baustellen. Innen war die Verputzung der Räume und ihre farbige Grundierung schon vollzogen. Ein Münchener Kunstmaler unter den Häftlingen brachte gerade an den Wandflächen ganz reizende Friese mit Kinder- und Tierszenen im Märchenstil an. In einem schon gänzlich fertigen Zimmer stand bereits eine große Zahl von weißlackierten Bettstellen für Kleinkinder und allerliebste Wiegen für Säuglinge das Ganze war als Heim für die hinterbliebenen Kinder gefallener SS.- Männer gedacht- endlich mal ein Vorhaben ihrer Reichsleitung, das zu begrüßen war, nur hätte es sich eben nicht nur auf SS.- Kinder erstrecken sollen.
Die fünf Posten machten Bert ebenfalls keine Umstände. Sie hingen ihre Flinten an die nächsten Tannenzweige, stopften ihre Pfeifen und boten auch Bert für seine Zigarette Feuer an. Dann holte einer sein Kartenspiel aus der Tasche und setzte sich auf einen Baumstumpf, die andern auf umgestülpte Marmeladeeimer- und auf ging's', wie der Münchener sagt, mit einem handfesten Dauerskat.
Ein Stück von ihnen entfernt setzte Bert sich nieder und rauchte. Mit Hafner hatte er vereinbart, daß sie sich alle zwei Stunden im Aufsichtsdienst ablösen würden. Dies Kommando mitten im Wald konnte eventuell das richtige Nervenbad für ihn werden, wenn das stabile Maiwetter noch weiter anhielt. Leichter Wind kam von Süden und ging mit sachtem Raunen durch die Zweige! Neben Bert sang eine frühe Grille ihr eintöniges Lied... es war eine Art Traumleben, das ihn umfangen hielt. Nur wie eine dämmernde Erinnerung tauchte in ihm das Gedenken an die Exekution in der vergangenen Woche, an das Lagerleben überhaupt und seine Gefahren auf
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Und so ging es Tag für Tag weiter. Das Mittagessen kam mit einem Handwagen zu ihnen heraus, reichlicher bemessen sogar als drinnen. Nach dem Essen schlief


