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lich sind, weil durch sie nicht nur das Gesäß, sondern noch stärker die Nieren aufgeschlagen werden, wie Bert schon zur Genüge im Badesaal gesehen hatte. Insofern waren die Bastonaden in Flossenbürg noch eine Gering- fügigkeit gegenüber den hiesigen gewesen.
Und das Widerwärtigste: einer solchen Exekution auch noch zwangsweise beiwohnen zu müssen, war ihm und allen Gutgesinnten ein Greuel. Nur die ‚Grünen‘ und ‚Braunen‘ ließen sich das Schauspiel als unterhalt- same Abwechslung gefallen.
Tibbu-Tipp stand wieder mit verkniffenen Lippen da und starrte in seiner beliebten Haltung zu Boden, umgeben von einer dichten Gruppe von Scharführern. Unter ihnen schien der plumpe Lagerelefant, der hin- und herschob, so recht in seinem Element zu sein. Zum Überfluß erschien auch noch der Lagerkommandant, Obersturmbannführer Piorkowsky, höchst selber, gemein- sam mit einem Arzte.;
Sein Eintreffen gab das Signal zum Beginn des Theaters. Denn vier stämmige Scharführer zogen sich bereits die Uniformröcke aus, knöpften die Hosenträger ab, alles um besser dreinschlagen zu können— und wählten sich die Folterinstrumente aus, die ihnen am besten in der Hand lagen——
Da klang hinter den Baracken der dumpfe Ton einer Trommel auf, begleitet von dem Klirren eines Beckens, wie es bei Militärkapellen gebräuchlich ist. Bert konnte sich den Zusammenhang erst nicht erklären, bis er sah: um die Erniedrigung der Flüchtlinge noch zu vollenden, denn mit der öffentlichen Auspeitschung für ihren Ver- such sollte es noch nicht genug sein!— ließ man die Delinquenten auch noch den Bajazzo spielen..... Dem einen war eine große Trommel umgehängt, dem an- deren die beiden Becken in die Hand gedrückt wor- den— und nun mußten sie ihr Nahen zur Vorstellung auch noch mit lautem Tam-Tam ankündigen... so wurde die Roheit noch zum Exzeß gestaltet, mit dem Erfolge, daß sich die ‚Roten‘ sämtlich umdrehten, bis auf die vorderen beiden Reihen, bei denen es zu auf-


