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diesen Tag als Feiertag gelten mit Ausnahme freilich der, Isolierten', die alle unaufschiebbare Arbeit zu leisten hatten, darunter auch die Bauerei am Unterführerheim, die Max Schnell unterstand. Er beurlaubte jedoch Bert von der Arbeit, so daß dieser in Gesellschaft von Stillfried, Dahmen, Graf Bernstorff, Charly Zrounek und Leo Eichmüller rauchend vor seinem Block auf- und abging, um das Signal zum Antreten abzuwarten.
Noch war es ungemein früh am Tage, wie immer vor dem Appell. Zartes, durchsichtiges Dunkel stand im Begriff, dem Nahen des Tagesgestirn zu weichen; düster hoben sich die Silhouetten der Baracken und des Wildparks gegen den immer lichter werdenden Morgenhimmel ab. Aber schon eine Viertelstunde später glich der östliche Rand des Horizontes fast einem Flammenmeer, das in langen roten Streifen sich dem duftigen Pfirsichgrün im Zenith vermählte... die lichten Nebel über dem Bergwasser, das in reißendem Fluß am Stacheldrahtzaun entlang strömte, verflüchtigten sich, zergingen in Nichts- und schön wie ein rosiges Kind erwachte der junge Tag. Drüben im nahen Wildpark begannen die Vögel freudenvollen Lärm zu vollführen.
Da berichtete Leo Eichmüller, der ehrliche, charaktervolle Nürnberger, den Freunden, daß er ihrem Kreise untreu werden wolle.... Scheerer habe ihn für den Posten eines Blockältesten bei den Polen vorgesehen. Erst einen Tag zuvor sei wiedermal ein bisheriger Feldwebel', wie die Lagersprache sie nennt, mit, 50 über'n Arsch und 42 Tage Bunker', das heißt: Dunkelarrest bestraft worden, der höchsten und furchtbarsten Lagerstrafe, weil er beim geschlechtlichen Miẞbrauch von jugendlichen Polen seines Blockes betroffen. worden sei.
,, Ihr könnt es mir glauben", fuhr Leo fort ,,, daß ich verdammt ungern mein ruhiges Leben an meiner Arbeitsstelle in der Schreinerei aufgebe. Aber Scheerer, der Lagerälteste, hat vollauf recht, wenn er mir vorhält: die armen Kerle sollen endlich mal eine anständige Behandlung erfahren, so daß man sich nicht länger beim Eintritt


