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innehielt, und der Geschlagene wie ein schwer ange­schossenes Wild auf dem Granitblock niedergesunken war, mit geschlossenen Augen.

,, Warte, Kerl, das nächste Mal, wenn du dich nicht zusammennimmst, laß ich dich splitternackt in die Kühlzelle einsperren, daß du in zehn Minuten zu Ge­frierfleisch wirst!"

,, Mein Gott, mein Gott!" stöhnte Bert, diese eine Stunde jetzt zerriß schmachvoll und schmerzvoll den gesamten Bau seiner Selbstbehauptung, die er sich noch immer bewahrt hatte... warum warum war man im Vabanquespiel des Lebens in Ehren grau ge­worden, um solches erleben zu müssen....?

Das Austoben seiner Wut brachte aber den Schar­führer beileibe nicht von seinem Begehren ab, daß niemand außer Bert diesen übergroßen Brocken zu schleppen habe... nun gerade! Er winkte den zunächst stehenden Sklaven, die herbeispringen und Bert die kantige Last auf den Rücken heben mußten, mochten dabei auch die Knie des Gequälten ins Schwanken kommen und die ganze Gestalt hin und hertaumeln wie vom Sturmwind gepackt.

Zum Glück wußte Bert vom Felddienste her, daß vieles, was zu Beginn glatt unmöglich erscheint, in der Folge sich mit Zähigkeit und Kühnheit durchführen lasse. So trat er auch jetzt mit aller Vorsicht den Abstieg an, Stufe für Stufe, um bei jedem nicht genau ausbalancierten Schritte infolge der Last auf seinem schmerzenden Rücken umhergeworfen zu werden, wie ein Boot bei hohem Wellengang. Die Stirnadern schwol­len ihm an im blauroten Gesicht unter der verzweifelten Anstrengung. Ströme von Schweiß rannen ihm übers Antlitz, seine Finger verkrampften sich im Kampf mit seiner Erschöpfung.

Und tatsächlich hielt er durch bis zur Abladestelle, wenngleich die Hände es bei den letzten Schritten nicht mehr schaffen wollten. Beim Abwerfen der Last riẞ die Wucht des Steines den erschöpften Mann zu Boden. Aber ein kräftiger Arm fing ihn auf und griff ihm unter