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antwortlichen Krankenschwester erlaubt wurde, das Kranken­zimmer meiner Frau zu betreten.

Nach vielen, vielen Jahren ein Wiedersehen, wie es selten zwei Menschen erlebt haben. Ich glaubte nicht, daß meine Frau dieses Wiedersehen lebend überstehen würde, ich fürch­tete, sie würde mir in den Armen sterben.

Aber meine Frau erholte sich wieder, und der Chefarzt des Krankenhauses erlaubte mir, während der Dauer meines Ur­laubs vormittags und nachmittags ohne Rücksicht auf die Be­suchsstunden so lange bei meiner Frau zu bleiben, bis ich infolge der Tätigkeit der Krankenschwester notgedrungen das Krankenzimmer verlassen mußte. Ich habe keine Minute ver­säumt, um nur möglichst lange am Krankenbett meiner Frau verweilen zu können. Von Tag zu Tag konnte man sehen, wie sie zusehends der Genesung entgegenging.

Aber 14 Tage sind keine Ewigkeit und nur zu bald schlug die Stunde des Abschieds. Wie schwer es mir wurde, meine Frau in diesem Zustand zurückzulassen und wieder ins graue Elend zurückzukehren, läßt sich nicht in Worte fassen.

Menschen, die mir wohlgesinnt waren und die unter Einsatz ihres Lebens während der Naziherrschaft antifaschistische Ar­beit leisteten, brachten es fertig, daß für mich ein Entlassungs­gesuch eingereicht und ernsthaft begründet wurde. Die Folge war, daß zwei Kriminalbeamte der Stuttgarter Gestapo wegen dieser Angelegenheit nach Reutlingen fuhren. Als ich am Don­nerstag, zwei Tage vor meiner Rückkehr ins KZ. Dachau , am Krankenlager meiner Frau saß, wurde ich ans Telephon ge­rufen und zur Kriminalpolizei in Reutlingen bestellt. Dort wurde mir mitgeteilt, daß meine Entlassung aus dem KZ.­Lager beantragt worden sei und, daß die Gestapostelle Stutt­ gart gegen diese Entlassung nichts einzuwenden habe. Ich wurde in politischer Hinsicht auf Herz und Nieren geprüft und die Gestapostelle Stuttgart trat dem Entlassungsgesuch bei.

Ich fragte, was ich nun meiner Frau berichten könne, und mir wurde gesagt, ich könne ihr versprechen, daß ich in 4, 6 oder 8 Wochen in Dachau entlassen würde. Ich habe das dann meiner Frau berichtet, die inzwischen in fieberhafter Spannung wartete, ob ich überhaupt noch einmal zurückkehren würde.

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