schrei zurückzustoßen. Dieses Spiel dauerte so lange, bis der Jude restlos erschöpft war und wie eine Ratte ersoff.
Hierauf wurden dann eine Reihe weiterer Juden beauftragt, in das Wasser zu springen und die Leiche des Ertrunkenen herauszuholen. Wenn es diesen an der Belustigung beteiligten SS.- Männern gefiel, noch einen zweiten Juden auf die gleiche Art zu ersäufen, dann mußte noch ein zweiter daran glauben.
Wieder kamen sie besoffen zur Arbeitsstelle am Wirtschaftsbau. Hauptscharführer X aver Trenkle, ein oberbayerischer Waldarbeiter, ein im Ersinnen neuer Todesarten für Gefangene erbarmungsloser, übelberüchtigter und gefürchteter Blutsäufer, führte die Meute. Die Gefangenen arbeiteten im Hetztempo, weil jeder wußte, daß sie ein Opfer suchen werden, und siehe da, sie fanden eines. Ein Jude wurde gegriffen und erst einmal ausgeprügelt und dann gegen die Betoniermaschine getrieben. Dort wurde der Jude unter wildem Johlen der entmenschten Bestien in die Mischtrommel gesteckt und dann die Maschine eingeschaltet. Nach 10 Minuten mußten andere Juden ihren Kameraden aus der Trommel zerren, wobei sie auf das wüsteste beschimpft und roh verprügelt wurden.
Als der Jude endlich vor der Trommel auf dem Boden lag, wurde er aufgefordert, an seine Arbeit zu gehen. Als er sich nicht ührte, wurde er wild verprügelt. Trenkle sprang ihm mit beiden Füßen auf den Bauch und schrie in schäumendem Blutrausch mit kreischender Alkoholstimme: ,, Willst Du, willst Du!" Bei jedem Schreien sprang er hoch und stampfte dem Juden mit den genagelten Schuhen in den Bauch. Der Jude gehorchte nimmer, er war längst tot.
Ein anderés SS. - Vergnügen bestand darin, daß ein Gefangener so lange geohrfeigt wurde, bis er bewußtlos am Boden lag. Das artete oft in einen Wettstreit aus und 5 bis 6 Gefangene wurden zu gleicher Zeit behandelt. Fiel ein Gefangener zu Boden, dann mußte er wieder aufstehen, sich strammstellen und empfing die nächste. Mit stolz geschwellter Brust stand der SS. - Sieger, welcher sein Opfer zuerst bewußtlos hatte, vor seinen grausamen Kameraden und brüstete sich. Es wurde dann gewöhnlich heftig hin und her disputiert, was besser sei beim Schlagen, wenn man schiebt oder schlägt.
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