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Die letzten Tage des Warschauer Gettos / Zivia Lubetkin
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Nun kam uns der Gedanke, zum Getto zurückzu­gehen und die anderen herauszubringen. Viele meldeten sich als Freiwillige für diese Mission, aber nur zwei wurden dafür bestimmt. Der eine von ihnen war Schlamek Schuster, ein etwa sieb­zehnjähriger Junge. Jeder wußte, daß keiner für dieses gewagte Unternehmen geeigneter war als er. Wir alle erinnerten uns, wie er seine Einheit aus einem brennenden, von den Nazis umstellten Haus im Bürstenbinderviertel gerettet hatte. Er war mit Handgranaten durch eine Mauer von Deutschen hindurchgebrochen, und als sie sich wieder faßten, hatte er bereits für sich und seine Kameraden einen Weg frei gemacht. Ihm schloß sich jetzt Yorek Blons an, ein älterer, wegen seiner Intelligenz und Tapferkeit geschätzter Kamerad. Sie verließen uns, bevor es Abend wurde.

Erst um Mitternacht nahmen die Kameraden von der Außenwelt die Fühlung mit uns auf. Der Deckel über dem Einstiegschacht wurde in die Höhe ge­hoben, und man reichte uns Suppe und Brotlaibe herunter. Wir konnten die Eßwaren kaum anrühren; uns peinigte nur der Durst. Yehuda Vengrover, noch durch das Gas geschwächt, konnte seinen Durst einfach nicht mehr ertragen. Er hatte sich in das Kanalwasser heruntergebückt und davon ge­trunken. Als wir am nächsten Tag den Wald er­reichten, fiel er zu Boden und starb in wenigen Minuten.

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Die Kameraden von draußen unter ihnen auch ein von der PPR( Polnische Arbeiterpartei) zur

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