halb zusammengekrümmt, während das schmutzige Wasser uns bis an die Knie reichte. Jeder hatte eine Kerze. In dieser Weise arbeiteten wir uns halb gehend, halb kriechend 20 Stunden lang, einer hinter dem anderen, ohne Rast, ohne etwas zu essen oder zu trinken, durch diesen grauenvollen Kanal. Hunger und Durst nahmen uns die Kräfte. Zu unserer Gruppe gehörten auch die 18 Überlebenden der Katastrophe bei Milah Nr. 18, die sich von den Wirkungen des Gases noch nicht erholt hatten. Einige von ihnen waren nicht imstande zu laufen, und wir zerrten sie an Händen und Füßen durch das Wasser. Mehr als einmal fiel einer von uns hin und bat, man solle ihn liegenlassen; aber keiner wurde während dieser ganzen Wanderung zurückgelassen.
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Am nächsten Morgen erreichten wir in der Frühe eine Stelle unter der Frostastraße außerhalb des Gettos. Hier machten wir halt, um zu rasten. Kazhik und sein polnischer Gefährte hoben den Kanaldeckel in die Höhe und verschwanden. Wir saßen im Wasser und warteten. An jenem Tage hörten wir nichts mehr von ihnen. Marek und ich, die beide am Ende des ganzen Zuges waren, beschlossen in unserer Ungeduld, nach vorn zu gehen und mit den anderen zu besprechen, was geschehen solle. Eng gegen die Kanalwand gepreßt, zwängten wir uns hinter der Reihe der sitzenden Kameraden hindurch, bis wir zu denen in der Nähe des Ausgangs kamen. Sie wußten ebenfalls nichts.
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