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Die letzten Tage des Warschauer Gettos / Zivia Lubetkin
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Das war meine letzte Begegnung mit Zechariah. Es gab im Getto keinen Juden, der ihn nicht kannte, liebte und bewunderte. Er war es gewesen, der uns in der Zeit des Januaraufstands das erste deutsche Gewehr gebracht hatte. Damals hatte ihn ein Deut­scher gefangengenommen; er erschoß den Mann, nahm sein Gewehr und brachte es zu uns. Wie glücklich waren wir mit diesem ersten Gewehr gewesen!

Als wir unser neues Hauptquartier erreichten, fielen wir auf den Boden und lagen wie gelähmt da. Wir verbanden weder die Verwundeten, noch rührten wir die Suppe an. Aber die Verantwortung für die Überlebenden rüttelte uns wieder zum Handeln auf.

Eine weitere Gruppe mußte durch die Kanäle gesandt werden. Zehn Kameraden erhielten den Befehl zu gehen, und mit ihnen gingen die zwei, die in der Nacht zuvor zurückgekommen waren. Wir weinten, als sie uns verließen. Jeder von uns dachte: Welche letzte Botschaft soll ich den Lieben, der Welt, den kommenden Geschlechtern, den Kameraden in dem ersehnten Land senden? Erzählt von unserem Kampf, von unserer Einsamkeit, von unserem letzten Standhalten! Erzählt! Erzählt!

Dann sah ich die beiden Führer. Ich war ganz verwirrt. Was wollten die hier? Ein neues Unheil muß über die anderen hereingebrochen sein. Mit gehetztem Atem erzählten sie uns, daß sie in den Abwasserkanälen Simcha Rithauser, der uns unter

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