Werdende Mutter.
Ich möchte dich bei deinen Händen fassen
Und meinen Blick in deinen Blick versenken. Der Erde höchstes Glück möcht ich dir schenken Für deine Lieb, die nimmer kann verblassen.
Ich möcht mich dir zu Füßen niederlassen, Möcht alle Schicksalsschläge von dir lenken. Und meine Sehnsucht, all mein Deingedenken Ist wie ein schützend deinen Leib Umfassen.
Du trägst so still die opfervolle Schale Gehobnen Herzens in den blassen Händen Und fühlst des Lebens Ströme in dir rauschen.
Ob dir das Leben deine Müh auch zahle,
Ob sich auch alles wird zum Guten wenden? Das fragst du nicht! Du gibst! Du willst nicht tauschen.
Mein Knabe.
Bei deinem Eintritt in die Welt War ich dir fern, ich kenn dich nicht Und weil’s dem Schicksal so gefällt Sah ich noch nie dein Angesicht. Hielt dich noch nie in meinem Arm Und wiegte dich in Schlummer ein, Das schafft mir Stunden voller Harm Voll bitt’rer ungelöster Pein.


