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Gebet.
Laß mich nach Einklang streben, Gib meinem Herzen Ruh,
Auf daß mein ganzes Leben
Sich kehrt dem Lichte zu.
Nicht will ich mich versagen Der Erde Leid und Streit; Ein Leuchten möcht ich tragen In diese düstre Zeit.
Ich möcht aus innrem Brennen Als Licht am Wege stehn, Daß die das Licht erkennen Die sonst im Irren gehn.
FRÜHLING. I
© klag nicht, wenn ein Schmerz dich traf, Wenn dir das Schicksal Wunden schlägt. Vielleicht erweckt es aus dem Schlaf Kraft, die sonst nie dir Früchte trägt. Kraft, die in deinem Tiefsten ruht
Vom Alltagsleben unbewegt
Die nur nach heißer Schmerzensflut
Zum Wachsen und zum Blüh’n sich regt.


