Sonnengold und Sternenblinken Werden, Wachsen und Versinken, Alles mußt du ganz gewinnen.
Du bist Samen, du mußt sterben, Opfernd heiß im Du vergehen. All’ dein Sinnen und Erwerben, Alles was sich soll vererben Kann im Du nur auferstehen!
Mutterschaft.
Behutsam gehst du jetzt auf deinen Wegen Und feierlich wie eine Priesterin,
Mit hochgemutem, opferfreud’gem Sinn
Dem Tag, an dem du Leben schenkst, entgegen.
Schon will es sich in deinem Leibe regen, Und deine Hände gleiten drüber hin
Im Schmerz es fühlend und ihm vor Beginn Sein Dasein segnend mit der Liebe Segen.
So lebend zwischen Freuden und Beschwerden Fühlst du das neue Leben in dir werden. Voll stiller Andacht bin ich dein gedenkend.
Und wo wär Andacht besser wohl begründet, Als vor dem Weib, das sich in Liebe schenkend Dem Leben eine neue Flamme zündet?
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