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Nährstoff tierischen Ursprungs handelt. Wahrscheinlich ein Nucleoproteid des Muskelfleisches, das durch Einwirkung eines von der gesunden Magenschleimhaut hervorgebrachten Ferments gebildet und in der Leber gespeichert wird. Da in Theresienstadt die Achylie, bedingt durch eine Funktionsstörung der Schleimhaut des Magens, sehr häufig war, würde dieser Tatbestand schon allein genügen, um das Zustandekommen einer perniciösen, der typischen perniciösen Anämie ähnlichen Erkrankung erklärlich zu machen.
Es gibt dafür aber noch mehr Gründe. Wir haben schon erwähnt, daß STEPP der Ansicht ist, daß schon unter normalen Verhältnissen der Gehalt der Nahrung an B- Vitaminen ein knapp zureichender ist, und daß bei ihnen Defekte am ehesten auftreten. Auch bei den anderen Vitaminen ist, von der gestörten Resorption usw. abgesehen, auch die Zufuhr absolut unzureichend gewesen. Daß z. B. Vitamin A fehlte und häufig Nachtblindheit auftrat, ist sehr leicht erklärlich. Vitamin A findet sich vor allem in fettreichen Fischen, besonders in den Lebern, auch in der Leber der Säugetiere, im Eigelb und in der Butter. Vitamin A fehlt in pflanzlichen Ölen, daher auch in der Margarine, die,( auch nur in kleinen Mengen), als einziges Fett gereicht wurde. Soweit tierische Fette in der Margarine überhaupt enthalten sind, gehen die Vitamine durch die Hydrierung dieser Fette zugrunde( nach WAGNERJAUREGG).
Es gibt dann noch die Möglichkeit, in dem gelben Farbstoff der Möhre, in grünen Gemüsen und Tomaten das Provitamin A, das sogenannte Carotin, zuzuführen, das in der Leber gespeichert und im Bedarfsfall in Vitamin A umgewandelt wird. Nun ist aber Vitamin A ein fettlösliches Vitamin und seine Resorption an die gleichzeitige Anwesenheit von Fett gebunden. Ein schwerer Mangel an Vitamin A mußte entstehen, weil es in Theresienstadt auch keine Gemüse, Tomaten oder Karotten gab, und zwar bis 1944 absolut, von Mitte 1944 ab sehr selten und in durchaus unzureichenden Mengen.
Ein gleicher Mangel mußte bei Vitamin D eintreten, da die Pro-, dukte, in denen es sich in reichlicher Menge findet, für die dortige Normalernährung fehlten. Sardinen, die von Schweden oder Por-tugal an besonders glückbegünstigte Personen geliefert wurden, kamen an die Allgemeinheit nur, soweit die eigentlichen Empfänger in einen der gefürchteten Todestransporte eingereiht worden waren. Ebensowenig gab es Eidotter, Pilze, Schweineleber und Butter als Vitamin D- Quellen.
Es wird schon in der ausgezeichneten Übersicht, die WAGNERJAUREGG in der ,, Umschau" 1942, Heft 34, gegeben hat, erwähnt, daß bei Massenverpflegung außerordentlich große Mengen von Vitaminen der Zerstörung anheimfallen. Wie wir die Verpfle
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