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Über Mangelerkrankungen auf Grund von Beobachtungen im Konzentrationslager Theresienstadt / A. Wolff-Eisner
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zuwenden, wenn die Erythrocytenzahl nicht unter 3 Millionen herabgesunken war, und aufzuhören, wenn diese Grenzzahl er­reicht war) führten schon vor Erkenntnis der Zusammenhänge zur Anwendung der Lebertherapie bei schweren Fällen, besonders da HUNTERartige Glossitiden und funiculäre Erkrankungen auf­traten. Die Erfolge waren nicht überragend. Mein Mitarbeiter HERMANN als Arzt eines Siechenhauses" hatte von diesen Fällen ein großes Material und hatte mit systematischer und lange fortgesetzter Lebertherapie, welche wegen der Achylie mit konsequenter Enzynorm- oder Azidol- Pepsindarreichung kom­biniert wurde, noch relativ die besten Erfolge. Allerdings gelang es nur in wenigen Fällen, eine Monate dauernde Remission zu er­zielen. Es ist kein Wunder, daß unter den Theresienstädter Kon­ditionen nicht mehr als ein labiles Gleichgewicht auch bei kon­sequentester Fortführung der Behandlung zu erzielen war. Die intravenöse Injektion von größeren Calciummengen scheint viel­leicht die Behandlung zu unterstützen. Waren profuse Durchfälle. vorhanden, hatten Spasmolytika die günstigste Wirkung.

Schon STEPP hat darauf hingewiesen, daß bei der Beri- Beri an Stelle der bekannten polyneuritischen Erscheinungen unter Um­ständen Darmerscheinungen treten können. Polyneuritis gab es auch in Theresienstadt, aber relativ selten. Wir haben über Poly­neuritis als Nachkrankheit nach Typhus schon berichtet. Darm­erkrankungen waren bei Vitamin, B- Mangel die häufigste Erschei­nung. In andern Fällen stand Osteoporose so im Vordergrund, daß wir sie getrennt abhandeln müssen. Aber auch in diesen Fällen dürfte es sich um Sprue gehandelt haben, bei der die Darmerschei­nungen in den Hintergrund traten. Daß man lange diesen Zusam­menhang übersehen konnte, war dadurch begründet, daß, wie schon erwähnt, eigentlich niemand in Theresienstadt ganz ohne die ente­ritischen Erscheinungen blieb. Dr. LUDWIG BERGEL hat gegen die Osteoporose subkutan Adrenalin angewandt und es in Dosen von 0,1 bis 0,6 ccm des handelsüblichen Präparates täglich gegeben. Die Patienten verloren unter dieser Behandlung ihre Beschwerden und konnten wie normale Menschen ohne Schmerzen gehen und sich bewegen. Der Calziumspiegel im Blut war in allen Fällen völlig normal. Gab man trotzdem intravenös Calziumpräparate, konnte eine verstärkte Heilwirkung nicht festgestellt werden.

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Von den Tierärzten sollen bei Osteoporose schon immer Adre­nalin- Injektionen als Therapie angewendet worden sein. Diese Tatsache war uns unbekannt, schon aus dem Grunde, weil Osteo­· porose eine Erkrankung war, die dem Internisten auch in den Kli­niken sehr selten zu Gesicht kam. Bei den domestizierten Haus­tieren scheint die Osteoporose öfter vorzukommen, und unsere Beobachtungen in Theresienstadt deuten darauf hin, daß Fehler

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