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Not jedoch stieg riesenhaft. Die Ungewißheit, was der andere Morgen bringen würde, drückte furchtbar auf ihre Herzen. Konnte nicht zu jeder Stunde der Ausrottungsbefehl eintreffen?
Morgens, eine Stunde vor dem frühen Wecken, hielten die Geistlichen ihren Gottesdienst ab. Oft waren sie selbst zum Knien zu matt, keiner aber ließ sich abhalten, in der gemeinsamen Feier Kraft und neuen Trost zu schöpfen. Den anderen Häftlingen war verboten, teilzunehmen. Trotzdem stahlen sich manche hinzu. Auch Herrn van N., der den politischen Häftlingen zugeteilt war, glückte es in den letzten Wochen zuweilen sich hindurch zu schleichen und an der Feier teilzunehmen.
Es ist seltsam, daß die Lagerleitung solche Gottesdienste überhaupt gestattete. Wußte sie denn nicht, was sie damit erlaubte? Oder wollte sie nur die Welt täuschen? Weshalb verbot sie nicht kurzerhand alle Gottesdienste? Es war doch klar, daß hier eine Lehre verkündet wurde, die ihrer Weltanschauung der Gewalt und des Hasses von Grund auf widersprach! Für dieses merkwürdige Verhalten finden wir nur die Erklärung, daß eben die Parteiführer nicht ahnten, welche innere Macht in einem wirklichen Glauben ruht. Wo sie nicht Organisationen und Materialmassen sahen, sondern ein Geistiges erfassen sollten, waren sie blind. Alle Werte, welche der jenseitigen Ordnung zugehören, blieben ihnen fremd. Sie zeigten sich trotz ihrer scheinidealistischen, Weltanschauung' einem hemmungslosen Materialismus verfallen, der verhängnisvollen Erbschaft einer Epoche, die sich völlig dem Diesseits verschrieben hatte. Das klingt auf das erste unglaubwürdig; wollte der
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