Es war nämlich das Krematorium, in dessen Räume die Leute geführt wor­den waren."

,, Nun, was sagen Sie dazu?"

,, Ich kann nur sagen, daß all dieses offenes Geheimnis im Lager ist." ,, Haben Sie denn gesehen, wie man die Leute tötete?"

,, Nein, man ruft' in der Regel niemanden hinzu, wenn man einen Men­

schen tötet."

,, Ja, woher haben Sie denn diese Nachricht?"

,, Der Blockälteste von 29, der jetzt beim Militär ist, hat mir des öfteren von diesen Hinrichtungen erzählt."

,, Nun, wir werden ja sehen."

Nach meiner Vernehmung wurde eine ganze Reihe Häftlinge vernommen, besonders solche, die die medizinischen Versuche mitgemacht hatten, in­sonderheit polnische Geistliche. Am folgenden Tag teilte man mir folgendes mit: Wir haben viele Häftlinge vernommen. Keiner aber hat Ihre Angaben bestätigt. Alle wissen nichts von diesen Dingen."

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,, Meine Herren, wollen Sie bitte diese Häftlinge, die Sie vernommen haben, jetzt hierher rufen, und ich will sie fragen." Dies geschah aber nicht, sondern man ging zu weiteren Fragen über. Später erfuhr ich, daß die pol­nischen Geistlichen alles bestätigt hatten und daß ein Kapo geantwortet hatte: ,, Ich sage nicht ja, ich sage nicht nein. Ich will meine Frau und Kinder wiedersehen." Nach meiner sechsten Vernehmung, als man mir keine Fragen mehr stellte und man mich entlassen wollte, erklärte ich den Herren noch folgendes: ,, Ich stehe Ihnen nun zur Verfügung. Sie können mich erschießen oder hängen lassen. Eines werden Sie nicht erleben, daß ich winsele und um Gnade bitte oder heule wie ein altes Weib. Ich will Gerechtigkeit, und zwar, daß Sie mich sofort aus diesem Lager entlassen."

Daraufhin trat ein tiefes Schweigen ein. Nach einiger Zeit sagte mir der Obersturmbannführer: ,, Sie können gehen."

,, Wohin? Ins Gefängnis oder ins Lager?"

,, Ins Lager!"

Ich war so erstaunt, daß ich kein Wort mehr sagen konnte und ging. Mittlerweile waren auf Befehl der Kommission sofort die ganzen medizinischen Versuche abgestellt worden. Im Lager war große Aufregung entstanden, da ja viele vernommen worden waren, und man hatte wirklich geglaubt, daß ich zum Tode geführt worden wäre. Die ersten, die mich begrüßten, waren kom­munistische Kameraden, die sagten: ,, Endlich einmal ein Geistlicher, der den Mut hatte, den Kerlen da vorne die Zähne zu zeigen. Das werden wir dir nie vergessen. Du hast hunderten Kameraden das Leben gerettet."

Revier

Aufnah

vor der in weld

Ich ging ins Revier zurück, da ich ja noch in dauernder Behandlung meiner Zuckerkrankheit war. Doch das Leben im Revier gestaltete sich immer schwieriger, weil der Kranken zu viele wurden. Dazu kamen die armen Verwundeten, die durch die Bombenangriffe auf Außenkommandos verletzt worden waren.

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Die Aufnahme ins Revier hat auch ihre verschiedenen Phasen der Entwicklung durchgemacht. Anfangs war es sehr schwer, überhaupt ins

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