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Memorial / Günther Weisenborn
Entstehung
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Besinnung, wir waren nur noch Hunger und Hand und unendlich einsam. An einem solchen Tag fiel Anton um, der das Kabel neben mir hatte. Ich keuchte vor Arbeit, der Schweiß rann mir in die Augen, in den Mund, den ganzen glühenden Tag. Ich rannte hinüber und stellte einige Garben hinter ihn, damit er im Schatten lag. Der Wachtmeister kam drohend auf mich zu, so daß ich wie­der atemlos zurückrannte. Er stieß ihn einige Male mit dem Fuß an, riß die Garben um, ließ ihn liegen und be­fahl uns beiden Nachbarn, sein Kabel mit aufzubinden. Es war eine fast übermenschliche Leistung in der brül­lenden Gluthölle des gelben Roggenfeldes, in der man laut keuchend, schweißüberströmt Garben band, Garben band, Garben band. Rasch, rasch, rasch!

Seit dem Tag weiß ich, was Verzweiflung ist. Anton aber kam in die Anstalt. Er war fertig.

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Wir begegneten dem Geheimrat D. Der schob sich die Allee hinunter. Die blühenden Kastanienbäume hörten plötzlich auf zu prangen, sie erstarrten, der herrliche Tag welkte im Nu, der Himmel versteinerte.

Der Geheimrat hatte die Hände über dem Hintern ver­schränkt. Sein Spazierstock schleifte hinterher wie ein Affenschwanz. Eine Glatze über dem Geheimrat spiegelte vor Schweiß. Eine silberne Mähne wippte über seinem Nacken, ein Bart zog sich weiß von Ohr zu Ohr. Mitten in diesem Gebüsch hing das Gesicht wie ein hineingeworfe­ner Teller, weiß und glatt. Der Bauch darunter war ge­

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